Parlatainment

von Detlef Guertler

Unter den vielen netten Abschiedsworten der Christiansen-Dauergäste aus der Politik sticht die Aussage von Friedrich Merz hervor: Die sonntägliche Debatte bei Sabine Christiansen sei das eigentliche Parlament, im Bundestag dagegen gehe es langweilig zu. Wolfgang Thierse hingegen musste noch mal quengeln. Bei Christiansen sei “Politik nicht Gegenstand der Unterhaltung, sondern Mittel der Unterhaltung”.

Und was ergibt sich, wenn man Parlament und Unterhaltung zusammenwirft? Im Fernsehen entsteht daraus Sabine Christiansen, in der Wortistik Parlatainment. Als Wort ist das wesentlich netter als “politische Talkshow”, und wenn aus der einen Christiansen durch Zellteilung viele kleine politische Talkshows werden, hat man auf diese Weise sogar gleich einen Gattungsbegriff.


2 Kommentare zu "Parlatainment"

  1. Lustige Idee, „Parlament“ und „Unterhaltung“ kontaminieren zu wollen, wo die Wörter doch schon Überschneidungen in Sinn und Bedeutung besitzen (wobei es bei „Unterredung“ noch krasser wäre).

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