03.07.2007 von Detlef Guertler
Zum US-Marktstart des ersten Handys aller Zeiten (von Apple) sind vereinzelt Journalisten und sogar Blogger auf diese niedliche Wortschöpfung gekommen (der man nun wirklich nicht vorwerfen kann, dass sie bis auf den ersten Buchstaben der sächsischen Nazi-Band Oiphorie gleicht).
Die Ehre der Wortschöpfung dürfte aber keinem von ihnen gebühren, sondern André Gewert, der nämlich schon im Oktober 2005 die Iphorie im Blog führte, als dem iPod das Videoabspielen beigebracht wurde.
Der Wortist hingegen muss wohl noch eine Weile warten, bis Steve Jobs all jene Neuwortschöpfungen durchsetzt, die er ihm prophezeit hat. Nämlich:
2010: iBucks, “the money for the rest of us”.
2015: iBay, die Neuerfindung des Warenverkehrs.
2020: iCar.
2024: iState.
2027: iKid.
2030: iI.
Und ob Steve Jobs tatsächlich im Jahr 2047 auf der MacHeaven den iGod präsentieren wird, entzieht sich der Kenntnis von uns Normalsterblichen. Man müsste Steve Jobs fragen können.
03.07.2007 von Detlef Guertler
Wer sich intensiver mit dem Schreiben von Texten im Internet beschäftigt, kennt diesen Begriff wahrscheinlich schon. Da aber nicht nur der Wortist, sondern auch der Duden bislang das Verb plenken nicht kannten, sei es hiermit auch anderen Unwissenden mitgeteilt: Plenken bezeichnet die nur von Online-Texten bekannte (Un-)Sitte, Leerzeichen einzustreuen, wo sie eigentlich nicht hingehören, um damit Aufmerksamkeit zu erregen.
Bei Stefan Niggemeier hat ein Leser dankenswerterweise seine typografische Verhaltensweise als “Fachsprache” erklärt und erläutert. Andere Menschen nennen das Plenken und das ihm verwandte Klempen (Leerzeichen weglassen) schlicht “typografische Verbrechen”.
Ich bin kein Typograph, sondern Wortist, und wortistisch betrachtet, hat Plenken geradezu Charme. Es leitet sich vom Plenk ab, der wiederum die starckdeuttsche Variante des englischen “blank” (Leerzeichen) ist, und laut Wikipedia um 1988 im Maus-Net von Johannes Leckebusch erfunden wurde. Plenken ist damit eines der augenfälligsten Beispiele für die kreative… weiter lesen