Wenn Klimaskeptiker mit Klimaskeptikerskeptikern streiten, schlagen die sprachlichen Wogen schon mal übers Achterdeck. Stefan Niggemeier mokiert sich völlig zu Recht über das Vokabular eines FAZ-Beitrags von sieben Klimawandelskeptikern, die auf den “aus Radio, Funk und Fernsehen” bekannten Klimaforscher Stefan Rahmstorf einprügelten (wobei der mit dem Sandförmchenwerfen angefangen hatte).
Ein Absatz daraus hieß: “Es geht uns um den Apokalyptizismus, mit dem die Debatte um den Klimawandel geführt wird. Im Namen des Notstands, der finalen Ausschließlichkeit eines fernen, unabdingbaren Untergangs, kann man Seelen, Menschen, politische Strategien, wirtschaftliche Investitionen umstandslos in Geiselhaft nehmen.” Der Apokalyptizismus ist hinreichend neu, hat erst 14 Google-Treffer – was nicht zuletzt daran liegt, dass man ihn bisher Chiliasmus nannte. Aber das klingt vermutlich zu religiös und harmlos.
Apokalyptiker sind Menschen wie du und ich, vielleicht ein bisschen gestört. Apokalyptistiker hingegen sind gemeingefährliche Realitätsfälscher. Ein ziemlich gefährlicher Begriff.