ohrenfeucht
von Detlef GuertlerOkay, es ist schon vier Wochen her, dass bei spiegelkritik.de jemand wohl erstmals überhaupt dieses Adjektiv verwendet hat. Dabei ist es doch eigentlich eine naheliegende und sofort einleuchtende Neuschöpfung, die das ewig gleiche Nicht-ganz-trocken-hinter-den-Ohren-sein elegant transformiert.
Aber sorry, liebe Spiegelkritik-Macher: Der Unterschied in Nachrichten- und Unterhaltungswert zwischen euch und Bildblog ist leider so groß, dass ich nicht häufiger als einmal pro Monat bei euch und mindestens einmal pro Woche bei denen vorbeischaue. Begreift es bitte nicht als Kritik, sondern als Ansporn.
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“…ohrig” ist schon dudig legitim.
In “lanngohrig” z.B. – s.:
http://www.duden.de/duden-suche/werke/fx/000/116/-ohrig.116407.html
“Ohrig feucht, was?” – Das wäre also knappig, knuffig, muffig, petzig, toppig; was sich Lehrer als PISA-Peitsche und ohne HNO-Rückversicherung leisten könnten – gegenüber den “nassen Ohren” von “Grünis” (vornehm karl-may-tutig “Greenhorn” beflüstert), wie dröhnende Mucke und stressige Werbung und jingelnde Medien und hippe Verkehrsszenarien dem Hörorgan schon gewohnheitsmäßig antun?
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