sexyweiß
von Detlef GuertlerSeit Jahrzehnten schon denken wir, dass die Waschmittelwerber alle Wörter mit “weiß” und “rein” schon durch haben. Strahlend weiß und ultraweiß, superweiß und das weißeste Weiß Ihres Lebens sind schon über uns hinweggegangen – und immer wieder fällt den Weiß-Kreativen noch etwas Neues ein.
Diesmal passenderweise einer Agentur namens Grey: Die Grauen haben dem reichlich angeranzten Pop-Duo “Right Said Fred” den Schädel rasiert (damit keiner das Grau sieht) und weiße T-Shirts angezogen (damit sie wie Meister Proper persönlich aussehen), und dann auf die Bühne gestellt, wo ihnen die Herzen und Rosen der Fans (erstaunlicherweise alle weiblich) zuflogen. Klare Botschaft: Meister Proper wäscht nicht nur weiß, sondern “sexyweiß”.
Ganz schön gewagt für ein Waschmittel, das von einem stämmigen Glatzkopf mit weißem T-Shirt repräsentiert wird. Und vor allem gewagt für den Meister-Proper-Eigentümer Procter&Gamble. Denn wenn die Verbindung “Glatze” und “sexy” tatsächlich ein Erfolg werden sollte, könnte P&G sich die erst kürzlich für teuer Geld gekaufte Wella AG wortwörtlich in die Haare schmieren.
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Keine Sorge wg. Wella. Es wird noch dauern, bis auch Frau polierte Glatzen trägt.
Das muss “mann” als “Frau” betrachen:
Glatzen oder kahlrasisere Hoden reizen zum Stericheln, äh, zum Steirchlen, äh, zum Ristelchen, äh zum Sticheln – männlicherseits- .
Das ist männiglich.
Weiblichseits ist noch Zeit zum Verweilen. (“… es ist so ssssön, weil sauber, nicht sau-bär.”)