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vonDetlef Guertler 22.11.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Zur gestrigen ganz leichten Kritik an Sascha Lobos Thesensammlung zur Zukunft des Internets hat sich auch an der Original-Quelle wirres.net eine kleine Disskussion entsponnen, an der sich auch der Kritisierte selbst beteiligt. Mit unter anderem einem wunderschönen Sätzchen: „Wenn man aber das Geschriebene leicht wortspielig ankryptet, so dass die Leute lesen und nicht alles, sondern nur einen Teil verstehen, kann sich mit der dazugehörigen verbalen Erklärung ein plötzlicher Verständniseffekt ergeben.“

Heißt also: Ich könnte es euch auch ganz einfach erklären. Aber ich mache es lieber extra unverständlich, damit ihr hinterher, wenn ihr dann doch etwas begriffen habt, das schöne Gefühl haben könnt, eine eigenständige Denkarbeit geleistet zu haben. Wer so was machen will (als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Wir-nennen-es-Arbeit-Bohème zum Beispiel), ist mit Lobos Neuverb ankrypten wirklich gut bedient.

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https://blogs.taz.de/wortistik/2007/11/22/ankrypten/

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kommentare

  • …“ankrypten“ – na, logisch eindeutiger als „ankryonieren“.

    (Was aber dito ein fiktives Exemplum plumper Neoverbalismen bleiben soll.)

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