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vonDetlef Guertler 04.12.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Hätte mir jemand vor ein paar Wochen gesagt, ich würde ein Wort des Bedauerns finden, wenn Matthias Matussek als Kulturchef des Spiegels fliegt, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Doch jetzt, da der amtierende deutsche Meister des modernen Erzählens (Franz Josef Wagner über M.M.) den Löffel abgeben musste, passiert genau das. Nicht so sehr des Bedauerns über den Abgang wegen – bedauerlich ist, wer bleibt: Mathias Schreiber werde interimsmäßig das Kulturressort alleine führen, heißt es beim Spiegel – genau jener Schreiber, der ressentiment- und fehlerbehaftet im Oktober 2006 dem Deutsch retten wollte, indem er seinen Untergang bezeterte – um dann Menschen, die seinen „Flüchtigkeitsfehler“ kritisierten, der Arbeit für den CIA zu verdächtigen.

Wer, wie Matussek, mit höchst fragwürdigen Argumenten das real existierende Deutschland vergöttert, fliegt raus. Wer es, wie Schreiber, mit höchst fragwürdigen Argumenten verdammt, bleibt drin. Wer rettet jetzt dem Deutschland?

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