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20.12.2007 von Detlef Guertler
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Lektürefolter

von Detlef Guertler

Mal wieder ein Versuch zu begründen, warum Journalismus 2.0 etwas gaaaaanz anderes ist als der Journalismus, den “die offiziöse Journalistenausbildung lehrt”. Diesmal von Klaus Jarchow, und weil er gleich zwei hübsche Neuwörter geschöpft hat, die Lektürefolter und de Dampfjournalismus, lohnt er die Auseinandersetzung.

Aber nur ganz kurz:

1. Jarchow möchte auf den Print-Journalismus einschlagen, der immer noch lehre, dass Texte von hinten kürzbar sein müssen, und möglichst im ersten Satz alle wichtigen W-Frage beantworte. Das ist natürlich völliger Blödsinn, weil es sich hierbei um Grundregeln für den Nachrichten- bzw. Agenturjournalismus handelt, für den sie übrigens ganz unabhängig vom Medium immer noch so gelten. Diese Regeln galten nie und gelten auch heute nicht für Kommentare, Analysen, Features, und schon gar nicht für Zeitschriften-Journalismus. Da gilt noch immer die alte Regel von Stern-Gründer Henri Nannen für den Aufbau einer guten Geschichte: “Mit einem Erdbeben anfangen – und dann langsam steigern.”… weiter lesen