Archive for Januar 21st, 2008

21.01.2008 von Detlef Guertler
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Tsunami-Crash

von Detlef Guertler

Natürlich wissen wir noch nicht, ob aus dem heutigen Börseneinbruch ein richtiger Crash werden wird. Dafür müssen es noch ein paar Prozent mehr Minus werden, und die Amerikaner, die heute irgendeinen Feiertag haben, muss es auch erwischen. Aber wenn es der heftige Einbruch werden sollte, der eigentlich seit knapp einem halben Jahr fällig ist, wird er noch einen anderen Namen haben wollen als einfach nur Crash oder “Schwarzer Montag”. Und dann passt kein Name besser als

TSUNAMI-CRASH

Denn es handelt sich um eine Welle, die aus einem weit entfernten Beben (Subprime-Krise in den USA) entstanden ist, die sich aber anders als Erdbebenwellen nicht verläuft, sondern so lange fast unbemerkt weiterwandert, bis sie irgendwo bricht. Und dort, wo sie bricht, zerstört sie alles, was ihr in den Weg kommt. Ihre Zerstörungskraft wird unter anderem dadurch gesteigert, dass die Menschen nach langen sorglosen Jahren keine Erfahrung mit Tsunami-Wellen haben – sie glauben,… weiter lesen

21.01.2008 von Detlef Guertler
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Brennstoffarmut

von Detlef Guertler

Schon mehrfach habe ich mich gefragt, ob es eher gut oder schlecht ist, dass unsere Sprache keine Entsprechung für das englische Wörtchen fuel hat. Was der Engländer fuel nennt, nennt der Deutsche je nach Anlass Benzin, Treibstoff, Kraftstoff, Brennstoff, Energieträger, Sprit, Brenn- oder Heizmaterial. Ach ja, auch als Verb ist fuel zu gebrachen: to fuel a car heißt einen Wagen betanken, to fuel a fire ein Feuer schüren. Ist unsere Sprache also (wort-)reicher als die englische, ist sie präziser, oder doch nur umständlicher?

Aber während wir uns beim alleinstehenden fuel noch ganz gut mit jeweils zum Anlass passenden Wörtern behelfen können, stoßen wir bei den Wortzusammensetzungen, der eigentlich großen Stärke unserer Legosprache, auf massive Probleme. Was sich besonders krass bei “fuel poverty” zeigt. Obwohl wir Deutschen doch sonst für alle Armuts-Konzepte und sozialen Aufreger zu haben sind, haben wir diesen Ansatz noch immer nicht von den Briten importiert,… weiter lesen