Heiße Debatten allerorten, ob DJ Tomekks Hitlergruß am Abend vor seiner Einreise ins RTL-Dschungelcamp eher irgendetwas Rechtsradikales oder eine supergeschickte RTL-Inszenierung oder doch eher eine postpubertäre Peinlichkeit war. (Jan Feddersen ist in taz.de der bislang wohl einzige, der den Rauswurf aus dem Dschungelcamp für übertrieben hält, unter anderem mit dem wortistisch grandiosen Argument, dass DJ Tomekk aus Krakau stammt, “der zweitplaniertesten Stadt der Naziwehrmacht”.)
Das Post-Pubertierende bringt mich zur Frage, ob wir nicht in einer immer älter werdenden Gesellschaft langsam anfangen sollten, starke Schimpfwörter für Jugendwahn und Kindischkeit zu erfinden. Denn spätestens wenn die 68er am Stock gehen, werden sie in großen Widerwillen gegen alles entwickeln, was nicht nur jünger ist als sie, sondern sich auch so benimmt.
Also würde garantiert in spätestens fünf Jahren irgendjemand in ätzigsaurer Suada die “Diktatur des Pubertariats” beklagen – wenn es nicht hiermit bereits geschehen wäre.