Manchmal braucht man gar keine “Aktion Lebendiges Deutsch”, um für einen hierzulande gebräuchlichen englischen Begriff einen passenden deutschen Ersatz zu finden. Manchmal reicht schon die Nachrichtenlage. Die zeigt nämlich, dass der klein geschriebene Name einer einstmals super- und heute eher ohnmächtigen Schweizer Großbank eine wunderbare Übersetzung für das englische “oops” sein könnte, das man verwendet, wenn einem ein Missgeschick passiert.
Archive for März 30th, 2008
aus dem Allgäu von Wolfgang Wilhelm
Der Empörungsverzicht geht weiter. Außer beim Hassprediger und Bundesstasiminister »Wolfgang Schäuble« (was kann ich dafür, dass er den selben Vornamen wie ich träge, äh fährt?). Jetzt droht er den Schäuble-Hackern (Ez., Nom. Schäuble-Hacker) mit juristischen Schritten. Wer die Verbindung von Schäuble zur DDR noch nicht gefunden hat, der hat sie jetzt.
Übrigens: Sicherheit, die auf Geheimhaltung beruht, die kann nicht wirklich sicher sein. Vielleicht macht Hoffnung, dass der Schäuble’sche Unsinn in 40 Jahren zu Fall gebracht wird? Vielleicht klingt diese lange Zeit aber auch nur zynisch: Den Mitgliedern des “Chaos Computer Clubs” wünsche ich jedenfalls ein angenehmeres Leben, als ihren Kollegen in der ach so demokratischen Respublik zwischen Ostsee und dem Erzgebirge.
Ein hübsches Wort, das mein Welt-Kolumnistenkollege und Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter (der immerhin meinen Rat befolgt und das Jammern aufgegeben hat) heute verwendet: “Die Ursache der jetzigen Probleme an den Finanzmärkten ist vielmehr die überreichliche und zu lange anhaltende Liquiditätsschaffung zu Spottzinsen durch die amerikanische Zentralbank und die nachfolgende Geldschöpfung durch Dollar-Käufe anderer Zentralbanken, die die Aufwertung ihrer Landeswährungen zu vermeiden versuchten.”
Seine Analyse ist allerdings nicht so ganz treffend. Denn es waren nicht so sehr Spott-Zinsen, sondern eher Spott-Sicherheiten und Spott-Ratings, die zur Subprime-Krise führten – und damit zu Spott-Märkten, auf denen Giftmüll in Geschenkpapier verpackt als Qualitätsprodukt verkauft wurde.
Und das dahinter liegende Problem, von Walter nur zart angedeutet, ist auch bislang ungelöst: die merkantilistische Grundeinstellung von Export-Champions wie China, Japan, Korea und Deutschland, die ihre Produktion lieber ins Ausland verkaufen, um auf einem Sack voll Zahlungsbilanzüberschüssen sitzen zu können, als sie selbst… weiter lesen