Ihrer alten Tradition folgend, genau dann in Märkte einzusteigen, wenn dort Geld nicht mehr verdient, sondern nur noch versenkt werden kann, startet die Tui, eine Art Katastropholus unter Deutschlands Konzernen, im nächsten Jahr in den Kreuzfahrt-Markt. Das ist dann zwar mitten in einer gerade sich formierenden Wirtschaftsflaute, die Weltwirtschaftskrise zu nennen jetzt sicher noch zu früh wäre, aber so etwas ficht die Tui-Verantwortlichen ja grundsätzlich nicht an: Alle anderen Reisekonzerne haben in diesem Markt schon so viel Geld verdient, dass man das jetzt einfach auch mal probieren möchte.
Die Vorstellung des ersten Tui-Kreuzfahrtschiffs, das heute noch unter anderem Namen fährt und ab Mai 2009 für Tui unterwegs sein soll, geriet denn auch offensichtlich eher zur Peinlichkeit. Eine noch ganz und gar unbesetzte Marktnische habe man ausgemacht, sagte Kreuzfahrtobermufti Richard J. Vogel, nämlich das Contemporary-Konzept im Premium-Segment – auf deutsch etwa so viel wie: ganz normale Kreuzfahrten im Traumschiff-Stil… weiter lesen