seilschaftlich

von Detlef Guertler

„parteilich – geldgeil – seilschaft(lich)” sollte auf der “Welt” stehen, meint Niggemeier-Kommentator Sebastian. Als ebenso langjähriger wie regelmäßiger Welt-Autor sollte und werde ich das inhaltlich nicht kommentieren – aber wortistisch gesehen kann ich dem Adjektiv seilschaftlich durchaus etwas abgewinnen. Denn für das über Beziehungen an einen Job, einen Auftrag, eine Wohnung kommen gibt es im Deutschen eine Vielzahl von Begriffen, vom Amigo-System über die Freunderlwirtschaft und den Nepotismus zum Vitamin B, der Gschaftlhuberei und so fort (und die Seilschaft natürlich auch), die Adjektive hierzu sind allerdings sehr dünn gesät: Allenfalls ein nepotistisch fällt mir ein, ohne das jedoch jemals gehört oder gelesen zu haben. Dann kommt seilschaftlich doch gerade recht.


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