Wie oft wurde schon Kapitalisten-Legende Warren Buffett mit seinem sechs Jahre alten Satz zitiert, dass es sich bei Derivaten um “finanzielle Massenvernichtungswaffen” handelt? Für Buffett Massenvernichtungswaffen findet Google 3600 Treffer, für Buffett “weapons of mass destruction” sind es mehr als 100.000 Treffer. Die wortistisch logische Konsequenz, derivative Finanzinstrumente deshalb D-Bomben zu nennen, ist hingegen bislang nur ganz, ganz vereinzelt gezogen worden. Von William Cate beispielsweise, der mutmaßlich im November 2007 Hedge-Fonds vorgeworfen hat, mit D-Bomben zu zündeln.
Spätestens nach dem Short-Squeeze in VW-Aktien, der Anfang dieser Woche nach Schätzung des Daily Telegraphs den Hedge-Fonds 30 Milliarden Euro Verlust eingebracht hat, dürfte sich die D-Bomben-Einschätzung auch in der Branche langsam herumsprechen. Und in der Normalsprache könnte es auch bald so weit sein, schließlich ist damit zu rechnen, dass im weiteren Verlauf der Subprime-Kredit-Finanz-Weltfinanz-Weltwirtschaftskrise noch weitere Optionen-, Swap- und Futures-Märkte im- oder… weiter lesen