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02.11.2008 von Detlef Guertler
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Hörnis

von Detlef Guertler

“Dein Wort in Gottes Ohr”, sage ich zu meiner Frau. “Woher willst du wissen, ob Gott Ohren hat?”, erwidert sie: “Es heißt doch, du sollst dir kein Bildnis machen. Und nur weil es Menschen gibt, die behaupten, dass ihre Gebete erhört wurden, kann man weder wissen, ob es Gott gibt, noch ob er Ohren hat.” So weit so eigentlich logisch. Aber die beiden Wörter “Bildnis” und “Ohren” wollen mir überhaupt nicht zusammen klingen: Bildnisse werden mit den Augen gesehen, nicht mit den Ohren. Wenn Ohren etwas registrieren, dann wohl doch eher ein Hörnis. Aber das gibt es genausowenig wie einen Beweis für Gottes Ohren.

Die 1.670 Google-Treffer für Hörnis beziehen sich praktisch durchgängig auf den gleichlautenden Familiennamen oder den Kosenamen für putzige Tierchen mit -hörnchen-Endung. Aber gleich der erste Treffer verweist auf einen Telefonbuch-Eintrag: Hörnis in Mittelsinn. Und das scheint hier auch irgendwie zuzutreffen.