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Ghostcommenting

von Detlef Guertler

J. Martin von brand meets world hat sich in den Tiefen (oder besser: Untiefen) eines Jobportals umgetan, in dem unter anderem Schreibsklaven für das Erstellen von Online-News gesucht werden, Honorar 10 Cent pro News. Er war überrascht über die “gesunde und florierende Angebotsstruktur hinsichtlich des Verfassens von:

  • Blogeinträgen für das Blog des Anbieters;
  • Blogkommentaren im Blog des Anbieters;
  • wohlwollenden Einträgen über das Blog des Anbieters im eigenen Blog;
  • wohlwollenden Kommentaren über das Blog des Anbieters in Fremdblogs”,

und fragt sich, “wieviel Ghostwriting, Ghostcommenting und Ghostpromoting bei Corporate Blogs wohl im Spiel sind”. Da bisher das Ghostcommenting aber nur ein einziges Mal als Wort auftauchte, scheint es sich  zumindest um ein noch nicht allzu verbreitetes Spiel zu handeln.

Oder es lohnt sich nicht, dafür ein neues Wort zu verwenden, weil es schon ein altes gibt, das passt: Spam.

Ein Kommentar zu “Ghostcommenting” (1)

    Na sowas! Hatte mir “Ghostcommenting” analoggebildet und gar nicht weiter darüber nachgedacht. Aber daß es einen weiteren Treffer gibt, finde ich erstaunlich — wenn, hätte ich entweder mit gar keinem oder mit ganz vielen gerechnet!

    Und ja, in gewisser Weise läßt es sich auch als „Spam“ bezeichnen, aber nur als übergeordnete Kategorie und auch nur dann, wenn es sich auf Fremdblogs abspielt. Aber mit Ghostcommenting meinte ich ja auch das bezahlte Kommentieren auf dem Blog des Anbieters/Auftraggebers (um Traffic zu imitieren, Diskussionen anzurühren usw.), und das läßt sich nur schwerlich als Spam kategorisieren.

    Mit netten Grüßen vom Blog,
    Jay

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