Banken sammeln Geld bei Anlegern ein und vergeben Kredite an Kreditnehmer, und mit der Differenz zwischen Guthaben- und Kreditzinsen zahlen sie ihre Beschäftigten, ihre Filialen, die Zahlungsausfälle von Schuldnern und ihre Dividenden. So weit das ganz klassische Modell. Was aber macht eine Bank, die mehr Anlegergeld als Kreditnachfrage hat? So wie traditionell die Postbank und vor einigen Jahren die Landesbanken, die sich noch vor dem Wegfall der Gewährträgerhaftung im Jahr 2005 günstig mit Fremdkapital eingedeckt hatten? Sooo günstig, dass man das Geld einfach in den Tresor legen könnte, war es denn doch nicht, und auch die Zinsen aufs Postsparbuch müssen ja irgendwie verdient werden. Die grenzgeniale Antwort dieser Banken: Wir machen Kreditersatzgeschäft. Das Geld, das wir eigentlich als Kredit vergeben könnten, legen wir selbst irgendwo an.
Besonders hübsch hat das die Postbank in ihrem Geschäftsbericht für 2007 formuliert: (PDF)
Der hohe Einlagenüberhang der letzten Jahre wurde… weiter lesen