Stehe mit Christian Ankowitsch vor der Wand, an der alle Seiten des gerade in Produktion befindlichen GDI-Impuls-Heftes (Erscheinungstermin 18. März, Titelthema Mobilität, mehr wird noch nicht verraten) hängen. “Wie kommt der X denn da rein?”, fragt Ankowitsch und zeigt auf einen Autoren-Namen. “Langjähriger Freund des Hauses”, antworte ich, “ganz im Gegensatz zum Y.” – “Der Y ist Feind?” – “Das nun nicht gerade. Sagen wir eher: Unfreund.”
Normalerweise sagen wir das nicht. Sprache ist vielfältig in den Extremen, bei heiss und kalt, gut und böse, Freund und Feind – aber nachlässig bei den Mittelwerten. Zwischen heiss und kalt gibt es immerhin lau, warm und kühl, zwischen gut und böse wird`s schon schwieriger und zwischen Freund und Feind gibt`s allenfalls neutral, aber oft nicht mal das, denn wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
Aber, immerhin, in der Oeconomischen Enzyklopädie von Johann Georg Krünitz von anno irgendwann taucht der weiter lesen