Wirksysteme
von Detlef Guertlervon polyphem:
Als ich vor vielen Jahre in der Bekleidungsindustrie meine berufliche Laufbahn begann, lernte ich, was Spinnmaschinen, Webstühle, Nähmaschinen und Wirkmaschinen sind. Heute habe ich durch den folgenden taz-Artikel erfahren, dass “Wirksysteme” keine erweiterten oder größere Wirkmaschinen sind. “Wirksysteme” sind das, was Waffendealer herstellen und womit sie handeln. Bei mir bewirkt solche “Sprachkunst” leises Frösteln.
P.S.: Natürlich sind es “intelligente Wirksysteme”, die da auf den Markt “geworfen” werden.
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Ja, danke für den Nachweis!
Das ist wirk-lich ein Substanzverlust der Realitätserfassung und Täuschung über Absichtserklärungen in und durch Sprachbegriffe, wenn das “Wirken” so lebensgefährlich und schönfärberisch, nämlich tötungswillig, aufgeputzt wird.
Es gab nur wenige Ausnahmen vom schöpferisch-handwirklichen W i r k-Begriff des Verarbeitens von Naturfasern und, z.B. Wolle, seit dem Mittelalter:
z.B. das Wirkbeil, n.
… zu “‘wirken’ I A 4 a: „ beil zum bearbeiten von bauholz: es soll auch ein jeder zimmergesell sein schrott und wurckpeihel … selber haben“.
Und – viel schöner, weil heimeliger und erinnerunsstärker und gastlicher: die Wirkbank und das Wirkbrett.:
… zu „wirken I A 4 e; brett oder tisch zum kneten von teig, vgl. wirkbret (tabula pistoris)“.