Okay, das Wort ist nicht nur nicht neu, sondern sogar schon ein Teekesselchen. Zum einen heißt so jener afrikanische Wüstenstaat, von dem meine Frau meint, dass man eigentlich Deutschland dorthin umsiedeln müsste (und könnte), wenn es einem mit dem Klimaschutz wirklich ernst wäre. Zum anderen ist Mali der Plural von Malus, was wiederum das Gegenteil von Bonus ist.
Größere Verbreitung fand der Malus bisher erst einmal, nämlich zur Sumpfblütezeit des Numerus Clausus, als bayrische und baden-württembergische Abiturienten dafür bestraft wurden, dass im Schnitt in ihren Bundesländern die Abiturzeugnisse besser waren als in Bremen oder Hessen. Ansonsten gibt es in der Welt viel mehr Boni als Mali.
Aber wollen wir das nicht gerade ändern? Regen wir uns nicht tierisch über die Millionen-Boni auf, die Manager bekommen, deren Unternehmen gerade an die Wand gefahren ist? Da könnten wir doch eigentlich den Malus einführen, oder? So wie ein Manager davon profitiert (und auch… weiter lesen