zupzug
von Detlef GuertlerGestern in Olaf Gersemanns sehr lesbarem “Welt”-Artikel über die Lehren aus der Finanzkrise:
Große (und kleine, aber stark vernetzte) Banken stellen ein Systemrisiko da – und sind daher “zupzug“: zum Pleitegehen zu groß. Keine Regierung wird umhinkommen, eine Zupzug-Bank, die sich verzockt hat, zu retten.
Ich halte zupzug für eine geniale Übersetzung von “too big to fail” und werde es gerne bei nächster Gelegenheit verwenden – und die kommt, keine Sorge.
Der bearbeitende Redakteur des Welt-Schwesterblatts “Berliner Morgenpost”, in dem viele Welt-Artikel parallel erscheinen (manchmal auch umgekehrt), war hingegen von dieser Übersetzung offenbar weniger begeistert. Dort lautete die Passage nämlich:
Große (und kleine, aber stark vernetzte) Banken stellen ein Systemrisiko dar – und sind daher “too big to fail”, zum Pleitegehen zu groß. Keine Regierung wird umhinkommen, eine solche Bank, die sich verzockt hat, zu retten.
Oder sind die Morgenpost-lesenden Bolle-Berliner zu dumm, um zupzug zu verstehen?
(hat tip an Alexander Ross)
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Aküfimo?
Da bin ich dümmer als ein Bolle: “Zupzug” soll heißen: „zum Pleitegehen zu groß“?
Ich könnte auch so wörtern: „zum Pupsen zu großes gate!“ – Oder müsste es dann so geschrieben (und nur stottrig aussprechbar) sein: „zupzugg“?
Dass das Wörtel deutsch, deutlich und sinnvoll sein soll, verstehen das Fail-Theoretiker per se oder a prio- oder posteriori?
“Too big to fail” ist prima aussprech- und vermittelbar. „DaveaumeiFa“! – Das versteht auch mein Fahrrad.
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