Archive for Dezember 12th, 2009

12.12.2009 von Detlef Guertler
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unshopping

von Detlef Guertler

“Angeblich besitzt jeder westliche Mensch 10.000 Dinge”, schreibt Meike Winnemuth. “Auf ein paar davon zu verzichten sollte also kein Problem sein. Dieses Jahr wird jeden Tag ein Ding mein Leben verlassen, es wird verschenkt, verscherbelt oder weggeworfen.”

Und sie tut es. Seit dem 11. November trennt sich die Demnächst-Cosmopolitan-Vizechefin täglich von einem Gegenstand aus Kleiderschrank, Küchenregal oder Kruschtelkiste. Unter anderem von

Pferdesalbe, “auch für Menschen verwendbar”, circa 2006 auf dem Isemarkt gekauft. (Nie benutzt. Was ja irgendwie auch schön ist, dass ich sie nie gebraucht habe)

oder von

Erbeer-Teekannenwärmer, gekauft im Knysna Township Women’s Project 2009. (Im Moment des Kaufs gewusst, dass ich es nur kaufe, um irgendwas zu kaufen. Aber dass ich es trotzdem kaufen musste. Aus moralischer Verpflichtung, weil man in einem Women’s Project nun mal was kauft)

Ich finde das klasse. Das ist eine geradezu metaphorische Verkörperung (oder doch eher Entkörperung) des “Age of Less”,… weiter lesen

12.12.2009 von Detlef Guertler
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Kohlensuizid

von Detlef Guertler

von polyphem:
Gestern hörte ich das Wort “Kohlensuizid”. Im Radio oder Fernsehen? Ich glaube es ging um Kopenhagen; ich weiß nicht mal mehr die Sendung, in der das Wort vorkam. Vielleicht hatte ich mich nur verhört und es ging doch um Kohlendioxid? Ich bin nicht sicher, finde das Wort aber irgendwie…  Mag sich JedeR drunter vorstellen, was miss- oder gefällt. Aber ich war wieder nicht der erste Erfinder.  Suchmaschinen zeigen schon andere Treffer an.

12.12.2009 von Detlef Guertler
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hausmenschlich

von Detlef Guertler

von Christian Dombrowski:

Irren ist männlich: Jahrhunderte hindurch hat die deutsche Sprache die Wörter „Haus“ und „Frau“ untrennbar zusammengeknüpft. Erst seit wenigen Jahrzehnten dürfen Frauen sich in anderen Sphären bewähren als in der des Hauses. Wohingegen viele Männer Fähigkeiten entwickeln, die man dazumal als „hausfraulich“ gekennzeichnet hat. Um nun aber nicht in umgekehrte Richtung zu diskriminieren, schlage ich vor, künftig von „hausmenschlichen“ Fähigkeiten zu sprechen. Ein Ausdruck, der jedem und jeder gerecht wird. Oder?

hausmenschlich = auf die Haushaltsführung bezogen; vormals „hausfraulich“