fremdgrüßen

von Detlef Guertler

“Mit un-materiellen Fremd-Weihnachtsgrüßen und dem eitlen Eigenwunsch, im nächsten Jahr „reich“ zu werden” meldet sich Stammkommentator und-wortvorschlager A. S. Reyntjes, und mit einer Frage: “Für die spanischen Christkindls-Milliarden (alles von Lotterie-Gewinnwollern bezahlt und vom Staat besteuert…) – gibt es da einen besonderen Ausdruck? Und für uns Deutschler gar ein Neuwort, das man sich (als Dativus non-ethicus) hier 2010 „verlottern“ kann?”

Nein, Herr Reyntjes, da gibt es kein Neuwort dafür, sondern nur ein altes: Geldwäsche. Die Milliarden des Gordo sind nämlich so viel und so steuerfrei, dass viele der glücklichen Gordo-Gewinner ihr 300.000 Euro schweres Zehntel-Los für 350.000 Euro weiterverkaufen – an Menschen, die bedeutende Geldsummen erstens erklären müssen und zweitens nicht versteuern wollen.

Aber das Fremdgrüßen, Herr Reyntjes – das finde ich interessant. Schließlich mache ich jetzt genau das: Unter meinem Namen erscheinen Grüße von Ihnen. Darf ich mich anschließen?



2 Kommentare zu "fremdgrüßen"

  1. was spricht für den ‘wortvorschlager’ und was gegen den ‘wortvorschläger’?
    darin enthalten melden sich zu wort die fragen nach dem für und wider des ‘wortschlagers’ bzw. ‘wortschlägers’.
    wortschlager könnte ein modewort sein. wortschläger ein wortist oder auch ein wortkritiker.
    was aber wäre ein wortvorschlaghammer?

  2. Pingback: For the record | LINGO 09 / IV : Begriffs- Chronisten

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