leberlausig

von Detlef Guertler

Eigentlich dachte ich ja, ich hätte mich ganz normal am Telefon gemeldet. Aber meine Co-Chefredakteurin Corinna Freudig sah bzw. hörte das anders: “Was ist denn los mit dir? Du klingst ja so leberlausig.” Was natürlich auch stimmte. Aber mit so einem schönen neuen Adjektiv ging es dann gleich doch wieder viel besser.


3 Kommentare zu "leberlausig"

  1. *lach* Das ist ja noch besser als “enteiert” für kastriert. Habe enteiert bislang in einem anderen Sinne verwendet: nämlich für das Optimieren von Abläufen (in der Produktion, Computerprogramme oder ähnliches), die vorher eierig liefen (und mit den Eiern sind die ungekochten gemeint).

  2. Ja, wirklich: “leberlausig”?
    - Nicht, pardon: laberlausig!

    Aber das hätten Sie ja sicherlich mit Ihrer Coworkerin sofort kommunikativ – und unwortistisch – geklärt!

    P.S.:

    Zur Erholung am Sonntag, ob am Mittag, ob am Abend, ein Poemlein über eine Labe-, nicht Laberschale – von J.G. Herder:

    “Holder Schlaf,
    zu neuem Freudenmahle,
    für alles, was auch heut mich traf,
    gib mir die Labeschale.”
    *
    Labechale (fem.) = Schale, die einen labenden Trinkgenuss bietet.

  3. Gegen Leberläuse – zur Erheiterung: Friedrich Küppersbusch erfindet
    “kommunizierendes Röhren.” Heute in seiner taz-Kolumne:

    “Hormonell übersteuerte Hirsche beim kommunizierenden Röhren.”
    (Lafontaine und Schröder)

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