So deutlich wie heute Wolfgang Münchau in der FTD hat es wohl noch keiner aus der Ökonomenzunft ausgesprochen: Deutschlands Wirtschaft ist zu stark, Deutschlands Einkommen sind zu niedrig, nur wenn Deutschland das ändert, ist der Euro noch zu retten. In Münchaus eigenen Worten:
Ich bin immer erstaunt, wie selbst intelligente Menschen oft nicht verstehen, dass ein Ungleichgewicht – ob nun im Euro-Gebiet oder international – logischerweise eine Entwicklung ist, die zwei Parteien betrifft. … Die Ungleichgewichte im Euro-Gebiet bestehen aus südeuropäischen Defiziten, spanischen vor allem, und deutschen Überschüssen. … Wenn wir diese Entwicklung nicht in den Griff bekommen, wird es zu irreparablen Verzerrungen im Euro-Raum kommen. Deshalb müssen beide Seiten korrigieren. … Die Deutschen sollten nicht denken, dass mit einem deutschen Haushaltsdefizit von null – worauf die Schuldenbremse hinauslaufen wird – und einem hohen strukturellen Überschuss im Privatsektor eine Währungsunion ohne Transfers überlebensfähig ist.
Danke für diese Deutlichkeit.… weiter lesen