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vonDetlef Guertler 19.11.2012

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Unfassbar. Ist da wirklich noch niemand vorher drauf gekommen? Musste dafür wirklich erst die Frankfurter Rundschau sterben und die Titanic die Zukunftsaussichten einiger anderer Tageszeitungen analysieren?

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung leidet unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung: Der Politikteil ist schmockkonservativ, das Wirtschaftsressort paläoneoliberal, das Feuilleton so links, wie es Heidegger zuläßt. Zu ihrem Glück ist kein Mensch so verrückt, die FAZ komplett lesen zu wollen.Prognose: Wird noch eine Weile klugen Köpfen beim Versteckspiel helfen.

Wo doch der Schmock geradezu dafür prädestiniert ist, mit dem Konservativen in einen Topf geworfen zu werden:

Schmock ist ein aus dem Jiddischen stammendes Wort, das entweder einen Tölpel bezeichnet oder einen unangenehmen Menschen mit weiteren bestimmten Eigenschaften, meist einen Mann der gehobenen Gesellschaft. Auch eine Verwendung im Sinne von „leeres, geschwollenes Gerede“ lässt sich belegen.

Aber weit und breit gibt es keinen einzigen Beleg dafür, dass schon irgendwo irgendjemand vorher die Kombination schmockkonservativ verwendet hätte. Dann ist es jetzt wirklich höchste Zeit.

(H/T Dietmar Bartz)

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