schmockkonservativ

Unfassbar. Ist da wirklich noch niemand vorher drauf gekommen? Musste dafür wirklich erst die Frankfurter Rundschau sterben und die Titanic die Zukunftsaussichten einiger anderer Tageszeitungen analysieren?

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung leidet unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung: Der Politikteil ist schmockkonservativ, das Wirtschaftsressort paläoneoliberal, das Feuilleton so links, wie es Heidegger zuläßt. Zu ihrem Glück ist kein Mensch so verrückt, die FAZ komplett lesen zu wollen.Prognose: Wird noch eine Weile klugen Köpfen beim Versteckspiel helfen.

Wo doch der Schmock geradezu dafür prädestiniert ist, mit dem Konservativen in einen Topf geworfen zu werden:

Schmock ist ein aus dem Jiddischen stammendes Wort, das entweder einen Tölpel bezeichnet oder einen unangenehmen Menschen mit weiteren bestimmten Eigenschaften, meist einen Mann der gehobenen Gesellschaft. Auch eine Verwendung im Sinne von „leeres, geschwollenes Gerede“ lässt sich belegen.

Aber weit und breit gibt es keinen einzigen Beleg dafür, dass schon irgendwo irgendjemand vorher die Kombination schmockkonservativ verwendet hätte. Dann ist es jetzt wirklich höchste Zeit.

(H/T Dietmar Bartz)

1 Kommentar

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  1. „Christlich-verschmockt“: Mit der Wortfamilie zu “Schmock” gehen mann und frau seltsam beherrscht, ja verstaubt, um: Hier bildete Petra Kipphoff, in der ZEIT des Jahres 09 mit “verschmockt” die Konnotation zu “christlich”: echt schmockig, nach meinem Geschmack.

    http://www.zeit.de/2009/06/Woerterbericht-6In Medias Ras“: