vinen

“Bald vinen wir alle”, überschrieb dieser Tage GDI-Kommunikator Alain Egli seinen Beitrag im uebermorgen-Blog der Neuen Zürcher Zeitung (der komplett von Autoren des Gottlieb-Duttweiler-Instituts gefüllt wird, zu denen ich auch gehöre, Disclaimer Ende). Diese Verb-Bildung zum Kurzvideodienst Vine hat zwar keine Chance mehr auf die Teilnahme am Wettbewerb um den Anglizismus des Jahres 2012 – aber wenn man jetzt schon Kandidaten für 2013 nominieren kann, würde ich das hiermit tun.

Zwar gesteht Egli, dass er die Verbform vinen (genauso ausgesprochen wie weinen) im Deutschen noch nirgends gefunden hat, aber er macht dann eben schon mal den Anfang. Auch dem Mutterschiff Twitter ist es ja immerhin gelungen, seinen Namen einzuverben. Und für den Vorgang, irgendein maximal sechs Sekunden langes Video auf Vine hochzuladen, könnte sich ein eigener Name auch durchaus durchsetzen. Und das sowohl positiv gemeint (“lass uns die ersten Schritte von unserem kleinen Philipp-Giesebert vinen, damit auch Onkel Heinz in Thailand sie sehen kann”), als auch negativ (“Das nennst du ein Musikvideo?! Wenn man den ganzen Müll rausschneidet, kannst du den Rest bequem vinen”).

Kommentare (2)

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA-Bild

*

  1. Ich halte es nicht für beschämend, etwas nicht zu wissen.

  2. Haha, ein Wortwart der den Unterschied zwischen Disclaimer und Disclosure nicht kennt… Beschämend