Dumpfruck

Satte 50% für Populisten. Darf man das als Dumpfruck bezeichnen?

fragt gerade Guenter Hack auf Twitter nach den ersten Wahlprognosen für Italien. Da man auf Twitter bekanntlich alles darf, spricht formal überhaupt nichts gegen dieses Neuwort. Es hat auch in der Tat Charme, diesen Begriff für Wahlen mit hohen Stimmengewinnen für populistische Parteien zu verwenden. Mag zwar sein, dass man den Italienern damit unrecht tut: Dass der gesamte Mitte-Rechts-Block mit seinen gut 30 Prozent der Stimmen als “Populisten” bezeichnet werden kann, nur weil Berlusconi dafür angetreten ist, würde ich bezweifeln. Und ob die Grillo-Partei (mit knapp 20 Prozent) durchgängig “dumpf” ist, ist wohl auch eher umstritten.

Aber mit einem Wort wie Dumpfruck kann man nun wirklich nicht erwarten, dass man jeglicher komplexen Realität en detail gerecht wird. Muss aber ja auch nicht sein.

 

Kommentare (2)

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  1. Wennn das italienische Volk – leider nicht mit Mehrheit – entweder die abgehalfterten Korruptos der politischen Kaste oder aber die EU-Sequester von Goldman-Sachs nicht mehr wählt, wenn zugleich anderswo im fernen Deutschland Leitartikler, die ihren gewohnten Eintopf schätzen, so etwas enttäuschend finden, dann soll es sich um einen “Dumpfruck” handeln? “Hellwachruck” wäre zumindest in Hinsicht auf die ‘Grillini’ treffender …

  2. Wenn im Schlesischen anno dunnemal „Popelholle“ die Gemahlin des „Popelmanns“ war, kann in Italien das Popelvolk die Geliebte vom Populischten Berluschtconi und dem Clown Grillotria sein.
    Sie müssten nur noch auf der Klimax des Dumpfrucks kohabitieren … „veni, vidi, wixi“… und fallieren.