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vonDetlef Guertler 22.01.2017

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Als echte Deutsche wissen Sie natürlich sofort, was mit dem Adjektiv „wertstoffrein“ gemeint sein könnte: Für irgendwas müssen die letzten drei Jahrzehnte Mülltrennung und grüner Punkt ja gut gewesen sein.

Aber verwendet haben Sie es bisher vermutlich noch nicht. Denn im Netz scheinen nur zwei Fundstellen dafür zu existieren:

  • ein Patent für einen „Behälter für den sicheren Transport und/oder die sichere Lagerung von beschädigten und/oder defekten Hochenergiebatterien“, und
  • ein Textchen im Manufactum-Katalog zu einer Papierschnur zum „wertstoffreinen Zusammenbinden von Zeitungen“.

Wenn Sie dem oben angegebenen Katalog-Link folgen, werden Sie zwar dieses so seltene Wort gar nicht finden – dort steht nämlich statt dessen „werkstoffrein“. Aber im Papier-Katalog (den man mit der Papierschnur wertstoffrein mit Zeitungen zusammenbinden kann) steht es genau so, ichschwör.

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