Remerdisierung

Frisch eingeworfen hat Dieter Haller, Professor für Sozialanthropologie an der Ruhr-Universität Bochum diesen Neuwort-Vorschlag. Im Begriff Remerdisierung mischt er die traditionelle Diplomatensprache Französisch dem aktuellen populismuspolitischen Diskurs bei: Remerdisierung (oder englisch Remerdization) bedeutet dementsprechend „Leute mit altem Scheiss einschmieren“ – indem man „die blödesten Weltbilder aller Zeiten“ (wie z.B. ethnische Reinheit von Kulturen, Völkern oder gar Volkskörpern) wieder aufleben lässt.

Davon abgeleitet bildet Haller auch die Remerdisabilität, als die Bereitschaft, sich mit altem Scheiss einschmieren zu lassen. Diese Bildung wiederum erfolge „analog zum Begriff der Colonisabilité des algerischen Autors Malek Bennabi. Er meinte damit, dass es auch einer gewissen Bereitschaft bedurfte, kolonisiert zu werden“.

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