Am 15. März habe ich für das folgende Gedicht den Wilhelm-Busch-Förderpreis erhalten:
LEKTORAT
Ein Autor schiebt mit frohem Sinn
Dem Lektor sein Geschreibsel hin.
Es geht darin um die Moral
In einem Alpenseitental.
Zwei Bürgermeister-Kandidaten
Sind dort in einen Streit geraten.
Der eine arm, der andre reich,
Ansonsten sind sie eher gleich.
Der eine ist der Schuldirektor,
Ein guter Mann in seinem Sektor.
Gemüsehändler ist der zweite,
Zwar brav, jedoch so gut wie pleite.
Kein schlechter Plot, freut sich der Lektor,
Erinnert mich an Zeus und Hektor!
Nur fehlt der Held in der Geschichte,
Und eine hübsche junge Nichte.
In dem Kapitel mit den Gurken
Vermisse ich den bösen Schurken,
Der des Gemüsehändlers Weib
Verführt, und seis zum Zeitvertreib!
Ich glaube, wirft der Autor ein,
Dergleichen wird nicht nötig sein.
Ein Lustmolch… weiter lesen