Zur Feier des Tages hier ein Beitrag aus dem Sektor Schilderguerilla:
Diesmal konnte ich es mir nicht verkneifen, selbst tätig zu werden, aber natürlich nicht an einem von meinen Steuergeldern finanzierten Echtschild, sondern an seinem virtuellen Spiegelbild! Ein Zusammenhang mit dem endlich durch unbürokratischen Volksentscheid erzwungenen Rücktritt eines gewissen Bahnbosses besteht selbstverständlich in keinster Weise bzw. kann von einem solchen keine Rede sein:

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Mehdorn darf nicht zurücktreten, sondern er muß rausgeschmissen werden! Das ist meine Ansicht, auch wenn es mich die Bahncard kostet!
Jeder Chef, ob Kaiser, Führer, Kanzler, Generaldirektor, Aufsichtsrattenvorsitzender, Kompaniechef oder Handwerksmeister ist dafür verantwortlich, was seine (ihre) Nation/Firma/Truppe/Belegschaft tut! Behauptet er, davon nichts zu wissen, lügt er – oder ist unfähig und eine katastrophale Fehlbesetzung!
Heute mittag habe ich an die Generaldirektion unseres Heimatlandes diese mail geschickt:
Sehr geehrte Frau Bundeskanzler,
ich bin über das unmoralische und offensichtlich ungesetzliche Verhalten des Herrn Mehdorn (DB AG) empört, ebenso über die Frechheit, mit der er seine Verantwortung für die Abhör- und Bespitzelungsaktionen leugnet. Es ist mir unverständlich, wie er sich trotz massiver Proteste und Empörung in der Öffentlichkeit in seiner Position halten kann. Ich bin der Ansicht, daß es höchste Zeit ist, diesem Mann den Rückhalt der Bundesregierung zu entziehen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Gerhard Seyfried
Grade tingelt durch die Medien, daß Bahnchef Mähdorn zu allem Überfluss auch die e-mails von Bahnmitarbeitern hat “auswerten” lassen. Wenn das kein Schoibleismus in Reinkultur ist! Unweigerlich drängt sich mir die Frage (Frage 1) auf, ob auch Bahnkunden bespitzelt und ausgeschnüffelt werden, was womöglich noch mehr (Blöd-)Sinn für den Boss machen würde.
Auch frage ich mich (Frage 2), ob die vielen Millionen, die diese ungesetzliche Überwachung der Bahn mit Sicherheit kostet, nicht besser in einer guten Bezahlung der Bahnmitarbeiter angelegt werden? Liessen sich nicht auch bei der Werbung gigantische Summen einsparen (Frage 3), mit denen der Laden besser in Ordnung gebracht werden könnte? Zufriedene Bahnkunden sind nach wie vor doch die beste Werbung!
Und zuletzt die Frage (Frage 4), wie es möglich ist, dass sich ein Konzernchef wie ein Feudalfürst aufführen darf, jede Verantwortung für seinen Laden leugnet, unsere Steuergelder für unmoralische und ungesetzliche Zwecke verschwendet und trotz… weiter lesen
Scheinbar haben die meisten deutschen Medien Schiß vor Mehdorn:
Daß er sich voriges Jahr sein Gehalt um 62 % erhöht hat oder hat erhöhen lassen, erfährt man aus der Schweizer Presse:
ZOL – Zürcher Oberland Online: Signale auf Rot gestellt:
“Bahnchef Hartmut Mehdorn nannte die GDL-Forderungen von 31 Prozent mehr Lohn «irrwitzig».
GDL-Chef Manfred Schell konterte, dass Mehdorns Bezüge vor einem Jahr sogar um 62 Prozent erhöht worden seien. Mehdorn wiederum drohte streikenden Lokführern Sanktionen an, wenn sie ihre Züge auf offener Strecke stehen lassen würden. Davon war zuvor keine Rede gewesen. Ausserdem stellte er Schadenersatzforderungen in Aussicht.”
Toiletten, fotografiert am 20. September 2006 im Bahnhof Karlsruhe:
Drehkreuzeingang oder Fleischwolf? Und was wohl auf der anderen Seite ist? Stammheim? Guantanamo? Ich habe mich vom Eingang abschrecken lassen und diese “Toilette” nicht betreten. Andere Reisende übrigens auch nicht, weil der blaue Automat zwar die 50 cent schluckte, den Durchgang aber nicht freigab. Diesen Trick (Zielgruppe: Reisende in Eile) kenne ich schon von anderen Bahnhöfen. However, derart faschistische Scheißhausgestaltung ist mir ein Mehdorn im Auge und sollte schleunigst verboten werden!
PS: Dieser Beitrag erschien am 30. September, dem IWD (International Watercloset Day) oder Tag des Klo’s, der der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wohl entgangen ist.