vonaktionfsa 22.01.2018

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Vor 4 Jahren hatten wir bereits einmal über die geheimen Waffenlager der NATO Stay-Behind Armeen auch in Deutschland im Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat am 26.9.1980 berichtet.

Im Panopticon.blog wurden nun einige Dokumente über die Aufstellung und Aufgaben der Stay Behind zusammengetragen.

Auch in Deutschland baute man nach dem Zweiten Weltkrieg eine NATO-Geheimarmee auf. Das US Gegenspionagekorps CIC rekrutierte deutsche Nazis heimlich auch für die geplante antikommunistische Armee (Stay-behind). Diese Praxis wurde im Jahre 1986 aufgedeckt, als das amerikanische Justizministerium in einer Pressekonferenz eingestanden hatte, dass die CIA in den Nachkriegsjahren einen hochrangigen Nazi rekrutiert hatte, nämlich den SS-und Gestapo-Offizier Klaus Barbie, der „Schlächter von Lyon„.

In Deutschland berühmt/berüchtigt ist der Name von Hitlers General Reinhard Gehlen. Die Organisation Gehlen, den Vorgänger des BND durfte Gehlen gründen nachdem er sich  nach dem Krieg freiwillig, aus Angst vor den Russen, dem CIC stellte. Er war unter Hitler Chef der Fremden Heere Ost (FHO) und hatte umfangreiches Wissen über die Russen durch Verhöre, Folter und Mord erlangt. Für 150 der wichtigsten Mitglieder der Organisation Gehlen hatte die CIA Akten angelegt, damit war der Dienst fest in US Händen.

Damit Nazis nicht zufällig vor deutsche Gerichte kommen sollten, hatte  nach Aussagen eines damaligen NATO-Offiziers der amerikanische Präsident Truman und der deutsche Bundeskanzler Adenauer im Mai 1955 ein Geheimprotokoll, über den Beitritt Westdeutschlands in die NATO unterzeichnet. In diesem wurde auch vereinbart, dass Westdeutsche Behörden von der aktiven gesetzlichen Verfolgung bekannter Nazis Abstand nehmen würden.

Trotzdem wurde 1952 eines der von Nazis dominierten amerikanischen Netzwerke mit dem Namen „Bund Deutscher Jugend“(BDJ) und sein Stay-behind „Technischer Dienst“ (TD) entdeckt. An dessen Aufbau hatte Klaus Barbie erheblich mitgewirkt. Diese „Guerilla“-Gruppe waren an politischen Aktivitäten beteiligt und hatten Schwarze Listen von Personen angelegt, die liquidiert werden sollten, da sie im Fall eines Krieges gegen die Russen als unzuverlässig eingestuft wurden.

Nachdem der ehemaligen SS-Offizier Hans Otto am 9.September 1952 im Frankfurter Polizeipräsidiumüber diese Aktivitäten berichtete, wurden n der Nähe von Waldmichelbach (Odenwald, Hessen) das Ausbildungszentrum der Stay-behind mit unterirdischen Lagern von Maschinengewehren, Sprengstoff, Munition und Funkgeräten entdeckt.

„Erstaunlicherweise“ urteilte am 30. September 1952 das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, dass alle verhafteten Mitglieder des deutschen Stay-behinds freizulassen sind.

Geheime Stay-behind Zellen gab es nicht nur in Hessen, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands. Das wurde von Dieter von Glahn (militärisch-antikommunistische Szene) nach in Enthüllungen von 1990 bestätigt. Er war damals Leiter des TD für den gesamten Bereich Oldenburg und Bremen-Ostfriesland. Die deutsche Presse bohrte bei der Bundesregierung nach, ob sich Gladio -Waffenlager in Deutschland befänden? Die deutsche Regierung bestätigte dies, lies aber verlauten, dass solche Waffenverstecke bereits 1972 aufgelöst worden seien. Allerdings hatte 1981 ein Waldarbeiter in der Nähe von Uelzen (Niedersachsen) zufällig ein großes Waffenlager mit automatischen Waffen, chemischen Kampfmitteln (Arsen, Zyankali) und etwa 14000 Schuss Munition auch 50 Panzerabwehrrohre, 156 Kg Sprengstoff und 230 Sprengkörper sowie 258 Handgranaten gefunden und von ihm angezeigt.

Mehr dazu in dem lesenwerten Bericht bei https://panopticon.blog/2018/01/17/stay-behind-die-geheimarmeen-der-nato/
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/3583-20130508-beamteter-attentaeter-auf-oktoberfest.htm
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6335-20180121-die-waffenlager-der-nato-geheimarmeen.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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