vonaktionfsa 06.05.2018

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Trump No 40: Die Zahl der Opfer von Paris wäre nicht so hoch gewesen, wenn jemand zurückgeschossen hätte. „Niemand in Paris trägt eine Waffe, und man erinnert sich an die 130 Toten“, berichtet der Spiegel von der Rede Trumps auf dem NRA Kongress.

Es ist nicht zu glauben, an allen Polizeistatistiken der letzten Jahrzehnte vorbei behauptet dieser Mensch, dass das Leben in den USA sicherer wäre als in anderen Ländern. Wir konnten auf die Schnelle nur Zahlen aus dem Jahr 2003 auftreiben. Mit Sicherheit sind die Zahlen heute nur höher aber in der Tendenz nicht anders.

Was den Zusammenhang zwischen Sicherheit und der Möglichkeit des Waffenbesitzes angeht, so wissen wir, dass vor dem Karfreitagsabkommen in Irland und der Abgabe der Waffen durch die IRA Kämpfer die Zahlen der durch Schusswaffen Getöteten in Nordirland viel höher war. Das Gleiche gilt für das Baskenland.

Aber abgesehen von den von sogenannten Terroristen Getöteten sind die USA bei weitem nicht das sichere Land:

“Seit dem Jahr 2000 gab es in den USA 270.000 Morde, 600.000 Todesfälle durch Überdosen von Drogen (in 200.000 Fällen handelte es sich um Opioide), 650.000 Selbstmorde (130.000 davon waren Kriegsveteranen) und 85.000 Todesfälle am Arbeitsplatz. Etwa 700.000 Menschen sind in dieser Zeit aufgrund mangelnder Gesundheitsversorgung gestorben. Von 2000 bis 2014 wurden 12.000 Menschen durch Polizisten getötet, und seit 1998 sind bis zu 27.000 Immigranten beim Versuch gestorben, die mexikanische Grenze zu überqueren. Die Regierung hat seit 2000 etwa 850 Gefangene hinrichten lassen. Mehr als 2,2 Millionen Menschen befinden sich derzeit in Gefängnissen, weitere 4,7 Millionen sind auf Bewährung oder Strafaussetzung frei.”
Quelle: http://www.wsws.org/de/articles/2018/02/24/pers-f24.html

Durch das in der US Verfassung garantierte Recht Waffen zu tragen sind auch die Polizisten in den USA nicht „zimperlich“ bei der Nutzung ihrer Pistolen:

Police officers killed 1,129 people in 2017.
Last year, more people died from police violence in 2017 than the total number of U.S. soldiers killed in action around the globe (21). More people died at the hands of police violence in 2017 than the number of black people who were lynched in the worst year of Jim Crow (161 in 1892). Cops killed more Americans last year than terrorists did (4). They killed more citizens than airplanes (13 deaths worldwidel. mass shooters (428 deaths in 2017) and Chicago’s „top gang thugs“ (675  homicides in 2017).
BY MICHAEL HARRIOT JANUARY2. 2018

Dass sich die Polizeigewalt in den USA vor allem gegen Afroamerikaner richtet, ist sicher nicht durch obigen Verfassungsgrundsatz zu erklären – hier kommt alltäglicher Rassismus ins Spiel.

Mehr dazu bei http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-nach-nra-rede-frankreich-verurteilt-aeusserungen-zu-paris-terror-a-1206424.html
und https://edition.cnn.com/2018/05/04/politics/donald-trump-speech-nra/
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6469-20180506-trump-verhoehnt-schusswaffenopfer.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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https://blogs.taz.de/bewegung/2018/05/06/trump-verhoehnt-schusswaffenopfer/

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