vondesireefischbach 31.07.2018

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NO COPS – NO NAZIS – ANTIFA AREA steht bunt und deutlich auf dem Grafitto, das Besucher*innen am Connewitzer Kreuz erwartet. Connewitz, gelegen im Leipziger Süden, ist über die Stadtgrenzen hinaus für seine linksalternative und antifaschistische Haltung bekannt.

Unweit vom Connewitzer Kreuz liegt das große brachliegende Sportareal an der Teichstraße, für das der Roter Stern Leipzig ’99 e.V. (RSL) im Sommer 2018 den Pachtvertrag unterschrieben hat. Der RSL, ein antifaschistisches und selbstbestimmtes Sportprojekt, hat im Oktober 2016 den Aufruf gestartet, den Verein nach Connewitz zu holen, was nun in Erfüllung gehen soll. Damit zieht der schwarz-rote Sportclub in eine vertraute Umgegbung.

Bisher war die einzige Anlaufstelle für Gäste und Mitglieder des RSL der Fischladen in Connewitz – sozusagen das ausgelagerte Vereinsheim. Spiele mussten im angrenzenden Stadtteil Dölitz ausgetragen werden. Mit dem bevorstehenden Einzug auf das Gelände in der Teichstraße bekommt der RSL nun seine eigenen Spielwiesen.

Jedoch gibt es bis dahin noch viel zu tun. Das Gelände wurde vom Vorpächter in einem sehr schlechten Zustand übergeben. Das riesige Areal wird derzeit tatkräftig in einen mehr und mehr nutzbaren Zustand verwandelt. Täglich arbeiten etliche Helfer*innen fleißig am Entstehen der neuen Sportanlage des RSL. Das Motto lautet DIY or die! – Selbstgemacht muss es sein!

Die Teichstraße ist das erste Gelände, auf dem der RSL mit mehreren verschiedenen Sportarten, wie Fußball, Tischtennis und Volleyball, Boule, Kegeln und Boxen heimisch wird. „Darüber entwickeln sich ein intensiveres Zusammengehörigkeitsgefühl und eine stärkere Identität mit dem RSL“, so Mo, der den Umzug vom RSL koordiniert.

Durch die Instandsetzungsarbeiten wird das verwilderte Gelände für eine deutlich größere Anzahl an Menschen nutzbar. „Die Bedürfnisse aller Connewitzer*innen sollen dabei berücksichtigt werden“, so Mo. Etwa für die Nutzung des Geländes für Schulsport, für Hobbyteams oder andere Vereine, die das Gelände mitnutzen dürfen, wenn sie es benötigen sollten. Besonders die Verwebung des Projektes mit dem umgebendem Kiez ist wichtig – Synergieeffekte sind erwünscht.

von DESIREE FISCHBACH, taz Digitale Transformation

Foto: Mo

Zusatz: Alles rund um den Stand der Bauarbeiten, der Instandsetzung des Geländes und weiterer Meilensteine in der Realisierung des antifaschistischen Sportclubs in Connewitz gibt es auf www.kiezclub.com. Dort findest Du auch Hinweise für Unterstüzungs- und Spendenmöglichkeiten.

 

 

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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