vonaktionfsa 13.09.2018

Bewegungs-Blog

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Es geht bei der Sammlungsbewegung #Aufstehen nicht um Parteipolitik sondern darum ob wir einfach so weitermachen wollen, obwohl wir seit Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten* sehen, dass wir uns auf einen Abgrund zu bewegen.
(* schriftlich haben wir es mindestens seit 1972 im Buch Die Grenzen des Wachstums für alle, diejenigen, die Marx und Engels hundert Jahre vorher nicht ernst genommen haben.)

Bernhard Trautvetter hat in seinem Bericht über die Beweggründe zu #Aufstehen viele Aussagen zusammengetragen, warum die Menschen einfach mit der roten Karte winken sollten. Ausgangspunkt ist seine Feststellung:

Nach dem Ende des Systemwettbewerbs, nach dem Kalten Krieg, verließ der Kapitalismus den Schönheitswettbewerb mit den Staaten im „Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ , die sich mit der Sowjetunion realsozialistische Staaten nannten. Aus dem begrenzten Wohlfahrtsstaat, aus der sozialen Marktwirtschaft wurde und wird schrittweise der deregulierte Kapitalismus auf dem Weg zur Verelendung, wie ihn Friedrich Engels einst in seinem Werk „Die Lage der arbeitenden Klasse“ über den Manchester-Kapitalismus seiner Zeit beschrieb.

Dass diese Feststellung nicht Karl-Eduards „Schwarzem Kanal“ entstammt, belegt die Aussage von Warren Buffett, der mit grob geschätzten 50 Milliarden Dollar zu den Top-5 Besitzern auf der Welt gehört. Als man ihn fragte, was er für den zentralen Konflikt unserer Zeit hält, hat Warren Buffet gesagt:

Der Klassenkampf natürlich, Reich gegen Arm, und meine Klasse, die Reichen, die gewinnen gerade.

Diese Aussage brachte den Kabarettisten Georg Schramm 2012, vier Jahre nach „Ausbruch“ der sogenannten „Finanzkrise“ zu der Aussage:

Es geht letztlich ums Kämpfen, ob wir wollen oder nicht. Wir befinden uns in einem Art Kriegszustand. Ich halte dies nicht für übertrieben. …

Die Kriege des Westens in den letzten 25 Jahren in Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Mali, Syrien waren die sichtbarsten Zeichen, aber die Entwicklungen und sozialen Abwicklungen direkt bei uns, sei es durch Mini-Jobs, „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarkts, Bildungsmisere und Mietenwahnsinn sind nicht zu übersehen und führen zu Angst, falschen Abgrenzungen und Vereinzelung.

Der #Aufstehen-Gründungs-Aufruf lautet am Ende:

Weil die Probleme sich auf den eingefahrenen Gleisen nicht mehr lösen lassen, bedarf es eines neuen Aufbruchs. (…) Was die Konzerne durch ihr Geld, ihren Medieneinfluss und ihre Lobbyisten schaffen, müssen wir durch unsere Stärke, innere Toleranz und öffentliche Resonanz erreichen. Wenn die Vielen sich sammeln und nicht mehr vereinzelt bleiben, dann haben sie mehr Macht als die wenigen Privilegierten. Dann können sie ihre Interessen durchsetzen und die Politik in unserem Land verändern. Dann können Sie Menschlichkeit, Frieden, Sicherheit und Zusammenhalt ganz oben auf die Agenda setzen.

Wünschen wir der Bewegung Erfolg …

Mehr dazu bei https://kenfm.de/bewegung-fuer-das-ueberleben/
und https://www.aufstehen.de
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6619-20180913-den-weg-in-den-abgrund-stoppen.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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