vonaktionfsa 30.06.2019

Bewegungs-Blog

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Über 50.000 Frauen und Männer, größtenteils aus der Gewerkschaft IG Metall haben in einer großen Kundgebung am Ende von drei Demonstrationszügen ihre Forderung nach einem Wandel in der Arbeitswelt manifestiert.

Die #FairFuture-Demo startete mit dem Zug der jungen Metaller und Metallerinnen bereits um 10 Uhr am Roten Rathaus. Andere demonstrierten auf einem kürzeren Weg vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor. Aktive von Aktion Freiheit statt Angst waren dabei und verteilten Flyer gegen Drohnen für Überwachung und Krieg, u.a. neben den ethischen Fragen auch ein Metallthema 😉

Das waren die Forderungen der Demonstranten und ihrer Gewerkschaft und der Sozialverbände:

  • Klimaneutrale Gestaltung der Produktion und der Arbeit
  • Weitergabe der „Digitalisierungsdividende“ an die Arbeitenden und nicht in die Taschen der Aktionäre
  • vorausschauende Planung und Beteiligung an der Ausgestaltung des notwendigen Wandels
  • endlich nach fast 30 Jahren gleiche Bezahlung in Ost und West
  • flächendeckend eine 35-Stunden Woche  bei vollem Lohnausgleich
  • Mitbestimmung – sozial, ökologisch, demokratisch – nur mit uns

Ein Teilnehmer sagte uns:

Moin, also  ich bin auf der „Fan-Meile“ zusammen mit  laut Polizeiangaben mindestens 50 Tsd. „Besuchern“. Aber wir alle wollen kein Fußballspiel sehen, sondern fühlen uns als selbständige Spieler auf dem Klima-, Arbeitsmarkt-, und Wirtschafts- Politikfeld der Zukunft  und wir brauchen heute die nötigen Antworten auf unsere Forderungen. Und die fallen leider in der Politikpraxis meistens falsch aus oder kommen um Jahrzehnte zu spät.
Und eigentlich sind wir viel mehr als die 50.000. Die Veranstalter, Jörg Hoffman und die Sozialverband-Deutschland Vorsitzende, Bentele, sowie der Chef der kirchlichen Sozialbewegung haben in ihren Reden in diesem Zusammenhang von mehreren Millionen Mitgliedern als „Follower“ gesprochen, an denen  KEINE Politik vorbeikommt.
Von der Bühne haben Culture Cadela mit der Schwenkkamera von oben ein Selfi von uns gemacht und dank der vielen IGM-Mützen war der Platz das Meeting der „Rotmützen“ – sicher eine Anlehnung an die französischen Gelbwesten – und eine Warnung an die Politik, dass Stillstand nichts verändern kann.

Auf die Reaktionen aus der Politik sind wir gespannt – oder wird diese Manifestation wie „Fridays for Future“ auch nur belächelt und zu den Akten gepackt?

Hier eine kleine Auswahl von ersten Bildern des Tages.

Ein 130m langes Transparent mit den Forderungen von Tausenden Metallerinnen und Metallern zum Thema Respekt läuft entlang des Demozugs bis zur Bühne.

 

Stillstand hat noch nie was bewegt – sehr richtig!
Hoffentlich hat Frau Merkel das gelesen …

#fairstaatlichen – Wirtschaft demokratisch planen!

 

Die Bereitschaft für die Forderungen auch auf die Straße zu gehen haben die Anwesenden bewiesen.

 

Mehr dazu bei https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6931-20190630-sozial-oekologisch-demokratisch-nur-mit-uns.htm
und https://www.igmetall-berlin.de/aktuelles/meldung/fairwandel-jugenddemo-leitet-die-kundgebung-ein/

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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https://blogs.taz.de/bewegung/2019/06/30/fairwandel-fairfuture-fuer-eine-neugestaltung-der-arbeit/

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