vonMargarete Stokowski 12.10.2012

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Orgie mit sich selber: Lady Bitch Ray in Aufblasvagina

Och Menno! Ich hatte mich so gefreut, als heute Mittag die Pressemitteilung der Buchmesse kam.

Sehr geehrte Frau Stokowski,

mit dieser E-Mail erhalten Sie aktuelle Presseinformationen der Frankfurter Buchmesse:

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Buchmesse-Highlights am 3. Messetag: Freitag, 12. Oktober 2012
Peer Steinbrück, E.L. James, Stephen Daldry
Frankfurt Academy Workshop – Marketing für Verlage: „Enges Budget, große Wirkung“ Klassische Werbung oder Social Media Kampagne? Vertriebsunterstützendes PR-Konzept oder Guerilla-Taktik? Welche Weg d mehr …

Geil, dachte ich. Peer Steinbrück, the King of Nebenjobs, und E.L. James, the Queen of Peitsch-mich-und-kauf-mir-ein-Auto, zusammen auf einer Veranstaltung? Zum Thema „Enges Budget“?

War dann aber gar nicht. Stattdessen gab es eine Diskussion um 12 Uhr über Europa mit Peer Steinbrück und später um 17 Uhr gibt es die „Happy Hour mit E. L. James“. Achso.

So ist das nämlich auf der Buchmesse: Es gibt nicht besonders viele Überraschungen oder crazy Shit und subversive Geheimtreffen oder sowas. (Oder ich finde die nicht.) Es ist alles einigermaßen erwartbar. Das ist nicht so schlimm, schon okay. Dafür macht man sich eine schöne Zeit mit Prosecco-Pegeltrinken.

Kollege D. fragte mich vorhin, ob ich mit dem Literaturbetrieb fremdeln würde. Nö, sagte ich. Gleichzeitig las ich in der FAZ-Buchmesse-Zeitung, die Party gestern bei Piper sei eine „Orgie“ gewesen und dazu das Zitat:

„Piper ist die überknutschteste Party der Messe!“
(Tilman Rammstedt)

Ach, Scheiße, und ich war nicht da. Trinke noch einen Trostprosecco. Sage zu Kollegin D., dass ich enttäuscht bin, dass die Orgie ohne mich stattfand. Sie sagt, da war keine Orgie, das ist ironisch, ich bin da gewesen, es war normal, mit wenig Tanzen und viel Freigetränken. Achso. Sag ich doch! Alles erwartbar. Alles.

 

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