Der 1. Juli 2010 war wahrlich kein guter Tag für Raucher, und das an den verschiedensten Ecken dieser Erde. Ab heute geht es ihnen an Donau und Nil an den Kragen.
In Österreich dürfen Gastwirte mit dem heutgien Tage den Tabakkonsum nur mehr dann erlauben, wenn sie über abgetrennte Raucherzimmer verfügen. Es drohen dem Raucher Strafen bis zu 1000 Euro und dem Gastwirt ein Bussgeld bis zu 10.000 Euro.
Auch die ägyptischen Raucher reiben sich seit heute Morgen entsetzt die Augen. Wer sich nun an einem der Kioske in Kairo mit Nikotin versorgen will, der zahlt bis zum Doppelten des alten Preises. Die Steuer auf Zigaretten wurde um 40 Prozent erhöht, der in den Cafehäusern beliebte Tabak für Wasserpfeifen kostet gar das Doppelte.
Damit sollen, nach Angaben der Regierung in Kairo, mehr Leute gezwungen werden, ihre Sucht aufzugeben. Die Anzahl der Raucher ist in den letzten 30 Jahren um ein zweifaches mehr angestiegen, als die Bevölkerung. Und das will bei dem ägyptischen Bevölkerungswachstum wirklich etwas heißen. Jedes Jahr gibt es über eine Million zusätzliche Ägypter.

Laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation rauchen 40 Prozent der ägyptischen Männer. Auch bei den Frauen ist die Tendenz steigend, obwohl es für sie gesellschaftlich als nicht schicklich gilt, in der Öffentlichkeit zu rauchen.
Ein Tipp:
Vielleicht sollten die österreichischen Raucher in diesem Jahr aber doch in Ägypten Urlaub machen. In den meisten Lokalen kann man sich immer noch nach einem ausgiebigen Essen eine Wasserpfeife an den Tisch bringen lassen.
Und eine Packung ägyptischer „Cleopatra“- Zigaretten kostet selbst nach der heutigen Steuererhöhung umgerechnet nur 65 Cent.