vonTatjana Frank 28.04.2021

Empowerment

Die Stellung der Frau im Wandel der Zeit. Vieles wurde erreicht, vieles muss noch erreicht werden. Ich beleuchte die relevantesten Themen aus unterschiedlichen Perspektiven.

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Es gibt viele Gründe, warum die Menschen während der Corona-Krise unmittelbar Stress ausgesetzt sind und die Gefahr droht, an die persönlichen Grenzen zu stoßen. Seit der Corona-Pandemie können Menschen kaum noch soziale Kontakte pflegen, müssen oftmals im Homeoffice arbeiten und wenn dann auch noch Kinder im Homeschooling anwesend sind, wird die Belastung für Eltern und Kinder gleichermaßen groß. Daher ist es sinnvoll, sich über mögliche Maßnahmen zur Stressbewältigung in Corona-Zeiten zu informieren, um einer psychischen Krise entgegenzuwirken und die Zeit bis nach der Corona-Pandemie möglichst gut zu überstehen. In diesem Artikel werden aktuelle, von der Forschung empfohlene Schritte vorgestellt, die helfen können, Stress zu bewältigen.

Stress akzeptieren und persönliche Bedürfnisse erkennen

Damit der Einfluss von Stress auf die Seele beurteilt werden kann, muss dieser zuallererst akzeptiert werden. Es kann erst mit Akzeptanz reflektiert werden, welche Wünsche und Bedürfnisse bedroht beziehungsweise betroffen sind. Hierbei wird bewusst zwischen Wünschen und Bedürfnissen unterschieden, da diese Begriffe nicht dasselbe sind. Bei Wünschen handelt es sich um konkrete Ziele, die die Menschen verfolgen. Auf einer tieferen Ebene versuchen sie jedoch, grundlegende Bedürfnisse zu erfüllen. Falls ein Wunsch kaum oder nicht erfüllt werden kann, gilt das für die dahinter stehenden Bedürfnisse nicht automatisch. Meist lassen sich mit Ausdauer, gegenseitiger Unterstützung und Kreativität neue Strategien und Ziele sowie Wünsche entwickeln, welche unter den vorliegenden Möglichkeiten die wichtigen Grundbedürfnisse ebenso gut oder besser befriedigen können. Mit dem Corona-Stress ist kein Mensch alleine. Schließlich betrifft die Pandemie alle Menschen weltweit. Von der Corona-Krise sind Milliarden Menschen direkt oder indirekt betroffen. Hierbei stresst die Corona-Krise die Menschen auf mehrere Weisen. Zunächst empfinden die meisten Personen Stress durch Kontakt-, Bewegungs- und Ausgangsbeschränkungen. Aufgrund der gesundheitlichen Risiken und der wirtschaftlichen Bedrohung verspüren zahlreiche Menschen auch Stress. Wegen dem Leid der Mitmenschen empfinden viele Personen ebenso Stress. Zudem kann Stress durch Überforderung und Unterforderung im Lockdown entstehen.

Den Stress nicht bekämpfen, sondern willkommen heißen

Leicht erscheint dieser Schritt nicht, da er sich unnatürlich anfühlt. Warum sollte jemand den Stress begrüßen, wenn dieser die Wünsche und Ziele bedroht und torpediert? Prof. Dr. Alia J. Crum, die Stressforscherin, kann dafür sogar einige gute Gründe nennen. Wenn eine Person sich Stressfaktoren zuwendet und sie nicht meidet, werden diese weniger bedrohlich. Darüber hinaus wird Stress unbewusst verstärkt, falls Personen darüber nachdenken oder ihn unterdrücken. Einige Studien mit Menschen haben gezeigt, dass sofern sie über den Stress in irgend einer Weise kreativ schreiben, die bewusste Auseinandersetzung damit und das positive Annehmen, dazu beitragen können, die Angst zu verringern, das eigene Kontrollgefühl zu verbessern und die Gesundheit zu fördern. Zudem kann das Begrüßen der Stressfaktoren dazu beitragen, mehr Sinn im Leben zu finden. Falls ein Mensch genau weiß, was ihm wichtig ist und warum, wird er sich von Belastungsphasen und Hindernissen nicht aufhalten lassen – vielmehr wird er um diese Hindernisse herum Wege finden.

Corona-Stress positiv nutzen

Um den Stress aufgrund der Corona-Pandemie positiv zu nutzen, gibt es im Hintergrund aktueller Stressforschung drei vorgeschlagene Wege: Kreativität, Bewegung und Engagement.

Kreativität: Eine Umgehung der Hindernisse mit Erfolg ist eine der besten Methoden, um Stress zu bewältigen, die der Erfüllung der Bedürfnisse im Weg stehen. Hierbei ist Kreativität erforderlich, um solche neuen Wege finden zu können. In diesem Fall kann und darf das alles sein, was dem einzelnen Menschen gefällt und ihm dabei hilft, die neue Situation möglichst kreativ zu verarbeiten wie Malen, Schreiben, Tanzen, Basteln, Musizieren oder Heimwerken. Bei der Stressbewältigung helfen kreative Aktivitäten besonders gut, je häufiger und regelmäßiger sie ausgeübt werden. Die potentiell gesundheitsschädliche Stressreaktion verwandelt auf dem Weg zur Bedürfniserfüllung ein kreativer Umgang mit Hindernissen automatisch in eine Herausforderungs-Situation, die die Gesundheit fördert.

Bewegung: Der Körper reagiert auf Stress mit Flucht- und Kampfreaktion und diese begleitende Stoffe. Dabei ist Sport und Spazieren in jeder Form, der Spaß bereitet, diese Stoffe abzubauen und anschließend umzuwandeln, hilfreich. Es kommt hierbei weniger darauf an, was getan wird, sondern vielmehr wie häufig und wie etwas gemacht wird: Am besten sollte der gesamte Körper in Bewegung gebracht und währenddessen nicht über- oder unterfordert werden.

Gerade für daheim ist außerdem Bewegung mit einem Balanceboard sinnvoll. Dieses praktische Fitnessgerät verbessert effektiv die Haltung, das Gleichgewicht und die Muskelstärke. Die Wahl Balanceboard kann auf verschiedene Modelle fallen, denn die Schwierigkeitsstufen und die Einsatzzwecke können sich durchaus unterscheiden. Demnach eignen sich manche Varianten vor allem für das allgemeine Fitnesstraining und andere Geräte verbessern die Balance zum Snowboarden oder Surfen lernen.

Engagement: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Stress zu reduzieren und zugleich anderen zu helfen. Das kann der einzelne Mensch mit voller Kraft und von ganzem Herzen machen. Und je häufiger und regelmäßiger diese Aktivitäten ausgeübt werden, umso einfacher kann Stress abgebaut werden.

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