Hausmeisterkunst (9)

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Mehr Mühe gab sich einer der Hausmeister auf dem Borsiggelände in Tegel – beim Bau seines Pollers, sein erster. Dazu schweißte er zwei Eisenstangen zusammen, strich sie weiß an und steckte sie in eine leere Blechtonne, die er mit Beton auffüllte. Sie wurde vor dem Parkplatz für Mitarbeiter der Abteilung Vertrieb aufgestellt – um den Lieferverkehr zurück zu halten, der auf dem schmalen Parkplatz immer wieder Schwierigkeiten beim Wenden hatte – und dort außerdem nichts zu suchen.  Als die alte Borsig-Immobilie zu einem blitzblanken „Einkaufsparadies“ umgewandelt wurde, stand der sinnlos und zudem unansehnlich gewordene Poller im Weg – und wurde neben dem Parkplatz Nummer 15 abgestellt, der einst für die Chefsekretärin Rosemarie Fieting reserviert war, die  stets mit einem Mercedes-Cabriolet zur Arbeit fuhr und gerne große Hüte trug.  Sie sah wie ein Liz-Taylor-„Lookalike“ aus, behaupten ihre Freunde noch heute.

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