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vonHelmut Höge 16.03.2008

Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Helmut Höge, taz-Kolumnist und Aushilfshausmeister, bloggt aus dem Biotop, dem die tägliche taz entspringt.

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Diesen nahezu funktionslosen Doppelpoller am Wattenmeer setzte der Hausmeister Björn Dalboven aus Fedderwardensiel zusammen. Er sammelt in seiner Freizeit Strandgut – vor allem Treibholz. Aus solchen Teilen konstruierte er dann dieses Objekt, das die Gemeindeverwaltung 2007, rechtzeitig vor Beginn der Urlaubssaison, aufstellen ließ. Foto: Peter Grosse, der dieses Bild mit der Frage versah: Poller , Kunst – oder umgekehrt? Das sollen sich angeblich auch die Gemeindevertreter gefragt haben, die jedoch als Friesen tolerant genug waren, um sie, die Frage, erst einmal in der Schwebe zu lassen, und dem Aufstellungswunsch des Hausmeisters unverzüglich per Abstimmung nachzukommen. Dazu traf es sich gut, dass das „Objekt“ rechts vom Ort am Prielsteg eingedübelt werden sollte, so wollte es der Künstler. Fedderwardensiel ist gespalten: In den Teil der Bevölkerung, der vom Tourismus profitiert und einen anderen, der nur darunter leidet. Letztere lebt in der linken Ortshälfte – und deren Gemeindevertreter waren am Tag der Abstimmung über die Kunstpoller-Aufstellung am Wattenmeer nicht anwesend. Sie befanden sich gerade auf Einladung ihres CDU-Bundestagsabgeordneten in Berlin, wo sie u.a. die Fußballkneipe am Bahnhof Zoo besuchten. Das aber nur nebenbei.

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kommentare

  • ungefragte prosaversion:

    dieses aussagekräftige phallussymbol mit aufwärtsdrift setzte der hausmeister – wie heißt? – an der ostsee aus lauter pixel zusammen. er sammelt in seiner freizeit muscheln – vor allem die treibsam zuschnappenden. auf der vorlage solchen teils konstruierte dann dieses digitale kunstwerk, das die pankberg-kiezverwaltung 2008, linkszeitig vor beginn des urlaubssemesters, ausdrucken ließ. foto: p punkt g punkt, der dieses bild mit der question unterschrieb: stäbe, art – oder vice versa? dies sollen, so heißt es, angeblich auch die kiezvertreter begrübelt haben, die jedoch als ostseeler geduldig genug gewesen sind, um sie, die qzuestion, zunächst in der mitte changieren zu lassen, um dem ausdruckwunsch des – wie heißt? – sofortig per onlineumfrage entgegenzukommen. da war es nur von nutzen, daß das kunstwerk links vom geschehen
    p.steg eingepflanzt werden sollte, so war es der wunsch des machenden produzenten. f. ist halbiet: in den teil der bewohner, der vom hin und her seinen vorteil zieht und den zweiten, welcher bloß darunter bloß grund zu beschwerden erkennt. diese zweite lebt in der rechten westhälfte – und ihre kiezvertreter waren in der stunde der onlineumfrage über die artstäbe-einpflanzung an der ostsee nicht dabei. sie waren gerade auf wunsch ihres schwarzpartei-MdBs im mittequartier, wo sie neben anderem eine absteige des bahnhofsvorstands mit bahnhofsverstand aufsuchten.

    Das aber nur nebenbei.

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