vonkritisch betrachtet 03.05.2021

kritisch betrachtet

Kontroverse Themen fazinieren Katharina Sophie Hübener seit ihrer Jugend, von Gesellschaft über Politik bis hin zur Wirtschaft beleuchtet sie aktuelle "heiß diskutierte" Thematiken.

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Die kleineren Flughäfen waren im Februar beim Flughafen-Paket leer ausgegangen. Der Bund will nun doch für ein wenig finanzielle Entlastung sorgen. Davon hängt für manchen Standort das Überleben ab.

Bereits vor der Corona-Pandemie gab es an einigen Regionalflughäfen keinen sehr regen Flugbetrieb. Manche der Plätze hat die Luftfahrtkrise zeitweilig um nahezu alle Passagierflüge mit den größeren Flugzeugen gebracht. Der Bund springt nun den kleineren Plätzen, die vielfach in der Kritik standen, bei. Bund und Länder hatten sich im Februar für die größeren Flughäfen auf ein Unterstützungspaket mit einem Gesamtbetrag von 800 Millionen Euro verständigt. Das Bundeskabinett brachte im Anschluss eine Gesetzesänderung am Mittwoch auf den Weg, wonach auch regionale Flughäfen eine Kostenentlastung erhalten sollen. Regionalflughäfen wie Friedrichshafen, Paderborn, Rostock oder Memmingen waren im Februar beim Flughafenpaket noch leer ausgegangen. Denn diesen wurde für eine internationale Anbindung von Deutschland keine zentrale Funktion zugebilligt. Allerdings fällt die Entlastung für die regionalen Standorte verglichen mit der Hilfe für die größeren Standorte jedoch klein aus. Den regionalen Flughäfen sollen konkret für die Flugsicherung (Dienste von Fluglotsen) die Kosten abgenommen werden. Die von der Bundesregierung beschlossene Formulierungshilfe sieht das Flughafenpaket für einen Entwurf zum Ändern des Luftverkehrsgesetzes, das von der Union und SPD eingebracht wird, vor. Dafür sind im Bundeshaushalt im Jahr 2021 20 Millionen Euro laut Kabinettsvorlage vorgesehen. Jeweils weitere 50 Millionen Euro stehen für 2022 bis 2025 zur Verfügung.

Flughafenverband begrüßt die regionalen Flugsicherungshilfen

Bei diesem Vorhaben handelt es sich streng genommen nicht um eine reine Corona-Hilfe. Es wird vielmehr bei großen und kleinen Flughäfen eine unterschiedliche Behandlung beendet. Diese stand bereits vor der Corona-Krise in der Diskussion und wurde zuletzt auch für die hiesige Luftfahrt mit dem Corona-Hilfsbeschluss eingebunden. Die Kosten für die Dienste der Fluglotsen müssen Regionalflughäfen – anders als große Flughäfen – zunächst selbst tragen. Häufig gelingt es nicht, über die Gebühren an Fluggesellschaften diese Ausgaben weiterzureichen. Vor allem daran scheiterte an manchen Orten der Schritt in eine Profitabilität. Die Entscheidung des Bundes zu den Flugsicherungskosten nannte der Hauptgeschäftsführer von dem Flughafenverband ADV, Ralph Beisel, als eine wichtige Korrektur innerhalb einer europäischen Wettbewerbsverzerrung. Diese Kosten an regionale Flughäfen würden in anderen europäischen Ländern längst die öffentliche Hand übernehmen. Nun werde mit dem Kabinettsbeschluss die wichtige Rolle der Regionalflughäfen gewürdigt, die diese zur Stärkung der Wirtschaftskraft und für die erforderliche Verkehrsanbindung der Regionen leisten.

Seit Jahren stehen Regionalflughäfen in der Kritik, weil dort oftmals wenig Verkehr stattfindet, und für die häufig kommunalen Anteilseigner ist der Betrieb defizitär. Der Flughafen Friedrichshafen war zuletzt in ein Schutzschirmverfahren geraten und der Flughafen Paderborn geriet in eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Von dem Jahr 2024 an dürfen nach dem Willen der EU weitere Betriebsbeihilfen nicht mehr gewährt werden. Deshalb ist die Entscheidung bezüglich den Fluglotsenkosten gemessen am Geschäftsverlauf vor der Corona-Pandemie an manchen Standorten mit der Frage des Fortbestands verknüpft.Bund und Länder waren im Februar übereingekommen, die sogenannten Vorhaltekosten der zwölf größten Flughäfen für die erste Hälfte von dem Jahr 2020 abzunehmen. Dabei handelt es sich um die Kosten, die für die Betriebs-Aufrechterhaltung anfielen. Während des ersten Lockdowns war dieser jedoch nicht kostendeckend möglich. Den Flughäfen, an denen der Bund beteiligt ist, also Köln, Berlin und München, springt die Regierung durch Eigenkapital, Darlehen und Zuschüsse mit 400 Millionen Euro bei. Weiteren größeren Flughäfen wurden 200 Millionen Euro zugesagt, an denen die Bundesrepublik über Kommunen und Länder beteiligt ist, falls diese sich in gleicher Höhe beteiligen.

Seien es nun kleine oder große Flughäfen: die Fluggäste suchen vor einem Reiseantritt immer nach einer günstigen Möglichkeit, ihr Auto am Flughafen zu parken. Da es an Flughäfen Parkplätze gibt, die günstiger oder teurer sind, vom Flughafen selbst oder privat angeboten werden, sollte sich der Reisende vorab gut über die Kosten informieren. Mit einem Parkplatzvergleich ist das besonders gut möglich. Entsprechend der persönlichen Bedürfnisse und Wünsche des Reisenden kann er bei einem Parkplatzvergleich meist sehr schnell viel Geld sparen und besonders sichere und zuverlässige Anbieter ausfindig machen.

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