vonkritisch betrachtet 11.11.2020

kritisch betrachtet

Kontroverse Themen fazinieren Katharina Sophie Hübener seit ihrer Jugend, von Gesellschaft über Politik bis hin zur Wirtschaft beleuchtet sie aktuelle "heiß diskutierte" Thematiken.

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Datenschutz als Begriff ist sicher vor allem seit dem Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung in aller Munde. Doch was genau dahinter steckt und wie sicher unsere Daten wirklich sind, darüber sind sich die Menschen weder wirklich einig, noch fühlen sie sich seit der neuen Verordnung sicherer als vorher. Erfahren Sie hier in diesem Artikel nun, worauf es im Bereich Datenschutz wirklich zu achten gilt und wo ihre Date n trotz der neuen Datenschutzgrundverordnung nicht ganz so sicher sind. 

Datenschutz im Alltag – was hier wirklich möglich ist

Vor allem im Alltag, wenn wir online einkaufen oder uns im Internet auf bestimmten Seiten registrieren, ja selbst dann, wenn wir mit unserer EC Karte zahlen oder uns per Navi auf dem Handy von A nach B bewegen, werden unserer Daten in irgendeiner Form verarbeitet und weitergeleitet.  Via Mobilgerät wie Handy oder Tablet bleiben wir immer und überall erreichbar und flexibel. Wir können zahlreiche Apps nutzen und vor allem haben wir auf den modernen Smartphones und IPhones immer auch ein Navigationssystem, das unseren Alltag erreichen soll. Doch wenn wir es nutzen, kann natürlich auch unser Weg nachverfolgt werden. Ein Mobilgerät sendet immer und überall Signale, schließlich ist es auch nur so in der Lage, sich in das jeweilige Funknetz einzuwählen. Nun wissen wir alle, dass es zahlreiche Satelliten im Weltall gibt, die dafür sorgen sollen, dass wir möglichst überall einen hervorragenden Empfang und somit schnelles Internet haben. Doch diese Satelliten speichern natürlich unter Umständen auch die Wege, die wir nutzen. Ähnlich schaut es im Internet aus. Die meisten Menschen nutzen Tag für das das Internet, sei es um einzukaufen oder sich über bestimmte neue Produkte zu informieren, verschiedene Anbieter zu vergleichen oder Rat zu suchen. Jeder von uns hat es sicher schon erlebt, dass immer wieder Artikel angezeigt werden, die unserer letzten Suche im Internet entsprechen. Im Bereich unseres Kaufverhaltens und unserer Recherchen im Internet sei der gelobte Datenschutz also einmal dahingestellt. 

Social Media und der Datenschutz

Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram und Co sind Tag für Tag im Einsatz. Kaum noch ein Jugendlicher, der nicht über eine Vielzahl an Social Media Accounts verfügt und hier sein Leben mit anderen Usern teilt. Das hat natürlich Vorteile und auch Nachteile, vor allem im Hinblick auf den Datenschutz. Natürlich muss jeder für sich selber entscheiden, wie viel von seinem privaten Leben er mit der breiten Masse zu teilen bereit ist. Doch wie schaut es mit den zahlreichen Chats aus? WhatsApp und Messenger? Aktuellen Berichten zufolge sollen künftig beispielsweise alle WhatsApp Chats gespeichert werden. Dies soll der frühzeitigen Erkennung von terrorverdächtigen Chats dienen. Ob damit allerdings wirklich nur die Terrorbekämpfung vorangebracht werden soll, darf kritisch betrachtet werden. Ganz gleich, was für einen Account der Einzelne auch eröffnet, es müssen private Angaben gemacht werden, meist nicht nur zum Geburtstag.  Überall werden wir mit Werbung überhäuft und suchmaschinenrelevante Daten werden gespeichert. Ob nun auch Telefonate, welche über zahlreiche Messenger Apps geführt werden können, abgehört werden, ist fraglich, aber dennoch sehr wahrscheinlich. Vor allem Nachrichtendienste verankern in ihren Abhörsystemen sogenannte Schlagwörter, die vom System erkannt und als relevant eingestuft werden. Entsprechende Gespräche und Nachrichten werden dann zunächst einmal automatisch gespeichert. Welche Schlagwörter das sind, kann sicher jeder im Groben im Internet nachlesen. Doch kursieren hier auch zahlreiche Verschwörungstheorien, von denen sich immer wieder zahlreiche Menschen verunsichern lassen, wie es zuletzt bei der  Social Media App TikTok der Fall war. Doch ganz gleich, was wir im Alltag machen, irgendwer hat immer Zugriff auf unsere Daten. 

Datenschutz – so können Sie Missbrauch vermeiden

Wohl jeder hat schon einmal an verschiedenen Online Gewinnspielen teilgenommen und wurde danach mit Werbeanrufen überschwemmt. Obgleich diese Art der sogenannten Telefongeschäfte im Bereich dieser Kaltaquise, wie es in Fachkreisen heißt, schon lange verboten ist, finden die Firmen doch immer wieder rechtliche Schlupflöcher. Eines davon sind eben jene vermeintlichen Gewinnspiele, bei denen der Nutzer dann angeblich einwilligt, kontaktiert zu werden. Doch auch im Bereich der zahlreichen Gewinnspiele selber bekommen wir alle immer wieder Anrufe, bei denen uns gesagt wird, dass wir angeblich an einem Gewinnspiel teilgenommen haben oder uns für eines registriert haben. Meist geht dies dann mit einem Abo einher. Doch woher haben diese Callcenter unsere Daten? Zum einen gibt es immer noch Firmen, die die Datensätze ihrer Kunden für teures Geld an Callcenter verkaufen. Doch auch dann, wenn wir im Internet an eben solchen vermeintlichen Gewinnspielen oder auch Umfragen teilnehmen, werden unsere Daten gespeichert und unter Umständen auch weiter verkauft. Dieser Handel blüht und ist ein Millionengeschäft. Geben Sie niemals im Internet ihre persönlichen Daten preis, tätigen Sie nur dann online eine Zahlung, wenn Sie dem Anbieter vertrauen und er als entsprechend sicher zertifiziert ist. Anbieter wie Klarna beispielsweise oder auch Paypal haben hier einen guten Ruf und Sie genießen zudem auch Käuferschutz. Lassen Sie keine Zugangsdaten öffentlich zugänglich liegen, ändern Sie ihre Passwörter in bestimmten Abständen.   Ganz persönliche Gespräche sollten Sie über das reguläre Telefonnetz und nicht via Internet führen. All dies gibt ihnen keine  hundertprozentige Garantier aber ein gutes Stück Sicherheit für ihre vertraulichen Daten. Vor allem geben Sie niemals ihre Bankdaten bei einem Internettelefonat preis. 

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