vonkritisch betrachtet 04.01.2021

kritisch betrachtet

Kontroverse Themen fazinieren Katharina Sophie Hübener seit ihrer Jugend, von Gesellschaft über Politik bis hin zur Wirtschaft beleuchtet sie aktuelle "heiß diskutierte" Thematiken.

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Dabei macht die Nase (das gilt übrigens auch für Säugetiere, deren Geruchssinn den unseren oftmals deutlich übersteigt) jedoch lediglich den oberen und äußeren Teil eines komplexen Atmungsapparates aus. Dazu gehören dann auch noch Luftröhre und Kehlkopf sowie Bronchien und Lungen, die den menschlichen Atemtrakt erst komplett machen. Dennoch wollen wir hier vornehmlich auf die Nase, ihre Funktion wie auch mögliche Erkrankungen eingehen. Die beginnen bei einer klassischen Erkältung, reichen über das hinlänglich bekannte Nasenbluten und „gipfeln“ in verschiedenen gut- wie auch bösartigen Tumoren, die auf oder auch innerhalb der Nase auftreten.

Allergisch oder infektiös?

Tatsächlich dürfte bereits Kindern und jungen Menschen die so genannte Rhinitis, also eine Nasenentzündung, wohlbekannt sein. Die kann akut, als klassischer Schnupfen, verlaufen oder auch durch eine allergische Reaktion, beispielsweise auf Pollen, bedingt sein. Oft sind dann gleichzeitig auch die Bindehäute entzündet; zudem kann dieser allergische Schnupfen weitere, schwerwiegende Erkrankungen der Atemwege wie Asthma nach sich ziehen.  Auch Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Sinusitis genannt, sind als Begleiterscheinung bzw. Folge eines Heuschnupfens gar nicht so selten. Ebenso kann diese durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Übrigens zählen neben den Stirn- auch die Kieferhöhlen zu den Nasennebenhöhlen und können bei einer akuten oder chronischen Entzündung erhebliche Probleme verursachen.

Wenn mal das Blut tropft:

Ein Nasenbluten, wie es viele von uns schon mal erlebt haben, kann dagegen durch Traumata (Schläge, Stürze oder Stöße), aber auch schon durch ein allzu kräftiges Putzen der Nase ausgelöst werden. Denn dadurch platzen dann kleine Äderchen und führen zu einer mehr oder minder starken Blutung. Die kann ein oder beidseitig sein und auch durch Fremdkörper (dann blutet meist nur das betroffene Nasenloch) ausgelöst werden. Auch Fehlbildungen in der Nasenscheidewand, Tumore oder ein zu hoher Blutdruck (der die kleinen Gefäße zum Platzen bringt) können mit einem Nasenbluten Hand in Hand gehen. Immer dann, wenn sich die Blutung nicht stoppen lässt oder – ohne klar erkennbare Ursache  – immer wieder auftritt, sollte daher ein (Fach) Arzt konsultiert werden. Ansonsten kann die Blutung mit Hausmitteln gestillt werden. In aller Regel reicht es, die Nase fest zusammen zu pressen und ggf. zusätzlich den Nacken zu kühlen. Watte oder „Tampons“ aus Taschentüchern können zwar vordergründig helfen, doch dabei besteht die Gefahr, dass die Wunde beim Entfernen selbiger wieder aufreißt.

Auf keinen Fall sollten Sie den Kopf in den Nacken halten oder sich gar hinlegen. Denn dann läuft das Blut in die Speiseröhre und kann einen zusätzlichen Würgereiz oder Übelkeit auslösen. Also besser gerade hinsetzen und der Natur ihren Lauf lassen. Hört die Blutung rasch auf und kommt nicht wieder, kann man unterstellen, dass dieses einmalige Ereignis harmlos war. Zumal bei Kindern Nasenbluten häufig auch durch zu intensives Bohren in der Nase ausgelöst wird. Hat diese erst kürzlich geblutet, sollte in den kommenden Stunden möglichst nicht geschnäuzt werden. Übrigens wird Nasenbluten auch durch bestimmte Medikamente begünstigt, wer unsicher ist, sollte also mit seinem Arzt reden.

Nase und Mode:

Freilich ist die menschliche Nase nicht allein Sitz unseres Geruchssinns und Herd für verschiedene Erkrankungen, sondern kann auch modisch geschmückt werden. Nasenpiercings etwa waren in Indien schon lange, ehe die Modewelle zu uns nach Europa schwappte, bekannt. Wer sich dafür interessiert, sollte, wie bei jedem anderen Piercing auch, ausschließliche renommierte Studios aufsuchen. Denn nur so lassen sich die gesundheitlichen Risiken, die mit jedem Piercing verknüpft sind, minimieren und ist eine umfassende und seriöse Beratung und Nachsorge sichergestellt.  Typischerweise wird entweder der rechte oder linke Nasenflügel durchstochen; es gibt aber auch Nasenpiercings, die am oberen Ende des Nasenrückens angebracht werden. Doch wie und wo auch immer … gerade Piercings an der Nase sind „prominent“ und für jedermann sichtbar, hier darf also nicht das Geringste schief gehen. Daher beginnt das Piercing mit einer aufwändigen Desinfektion. Beim eigentlichen Stechen kommen dann unter anderem Einwegnadeln zum Einsatz, wohingegen die typischen „Ohrlochpistolen“ für Piercings im Bereich der Nase tabu sind und ausschließlich für Ohrpiercings verwendet werden sollten.

Als Material kann unter anderem Weißgold, Titan oder auch medizinischer Edelstahl gewählt werden. Nach dem Piercing sollten Sie weder baden noch saunieren und jegliche Manipulation an dem neuen Körperschmuck tunlichst vermeiden. Auch beim Schminken ist nun Zurückhaltung angesagt, vielmehr kann ein Pflaster in der Anfangszeit die Wunde vor Schmutz schützen. Zudem wird Ihnen jeder seriöse Piercer Pflegemittel empfehlen, die Sie sich am besten schon vor dem Eingriff in einer Apotheke besorgt haben. Kommt es dennoch zu einer Entzündung und / oder unerwartet starken Schwellung, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen!

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