vonkritisch betrachtet 06.11.2020

kritisch betrachtet

Kontroverse Themen fazinieren Katharina Sophie Hübener seit ihrer Jugend, von Gesellschaft über Politik bis hin zur Wirtschaft beleuchtet sie aktuelle "heiß diskutierte" Thematiken.

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In Zeiten von Corona sind viele Menschen, nicht nur in Deutschland sondern weltweit an ihre Grenzen gekommen, sei es psychisch wie auch physisch und nicht selten auch finanziell. Betriebe schließen und Menschen werden arbeitslos. Die Angst davor, wirklich alles zu verlieren ist in den Köpfen vieler Menschen wirklich fest verankert. Doch neben diesen Dingen haben viele Menschen wirklich auch wahnsinnig große Angst davor, am Corona Virus zu erkranken. Mit welchen psychischen Folgen viele Menschen durch die Corona Pandemie zu kämpfen haben, schauen wir uns nun im folgenden Artikel einmal genauer an. 

Welche Menschen am häufigsten betroffen sind

Neben all jenen, die ihre Arbeit verloren haben und aus diesem Grund schon alleine einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt sind, hat es auch viele Eltern getroffen. In Zeiten von Homeschooling und Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverboten und allgemeinen Unsicherheiten sind viele Eltern gerade in der besonders kritischen Zeit im Frühjahr nicht nur an ihre emotionalen Grenzen gestoßen sondern vielmehr sogar vollkommen überfordert gewesen. Auch die Menschen, die während dieser Zeit sozusagen alles am Laufen gehalten haben, wie Altenpfleger/innen, Ärzte, die Mitarbeiter der Müllentsorgung und so weiter. All jene Menschen waren besonders in der kritischen Zeit einem enormen Stress ausgesetzt und kamen physisch wie auch psychisch an ihre Grenzen. Daneben sind natürlich auch vor allem alte und alleinstehende Menschen extrem von der zeitweiligen absoluten Isolation betroffen gewesen.  

Verschiedene Formen der psychischen Auswirkungen

Je nachdem, aus welchem Hintergrund heraus sich die psychischen Belastungen bemerkbar machten, sind diese natürlich auch in verschiedener Art und Weise zum Vorschein gekommen. Bei vielen Menschen, vor allem jenen, die unter Verlustängsten und der langen Isolation gelitten haben und teilweise auch heute noch leiden, traten Depressionen auf. Viele Menschen, die während des Lockdowns mehr oder weniger über ihre Grenzen hinaus gehen mussten, um den „Betrieb“ aufrecht zu erhalten, kämpfen mit den Folgen eines Burnout. Stetige Überlastung und die andauernde Unsicherheit, wie es weiter geht. Hiervon betroffen sind vor allem auch zahlreiche kleine Betriebe, die während des Lockdowns enorme finanzielle Verluste hinnehmen mussten. Vor allem auch unzählige gastronomische Betriebe mussten schließen oder stehen unmittelbar vor dem Aus. Was vielleicht auch überraschend wirkt, viele Teenager sind auch in Depression verfallen, entweder aufgrund der Tatsache, dass sie nicht mehr mit ihren Freunden durch die Gegend ziehen und sich nicht mehr mit ihnen treffen konnten oder auch weil sie in einem Alter sind, in dem sie schon ganz genau die Sorgen und Ängste ihrer Eltern nachvollziehen können. Viele alte Menschen in Altenheimen oder anderen Pflegeeinrichtungen leiden extrem unter der Einsamkeit und die Ungewissheit, ob sie ihre Angehörigen überhaupt noch einmal wiedersehen werden, ist für die meisten von ihnen kaum zu ertragen, 

Psychischen Problemen entgegensteuern

Vor allem in so schwierigen Zeiten wie der von Corona  ist es besonders wichtig, füreinander da zu sein, einander zu helfen und zu unterstützen. Im Frühjahr diesen Jahres konnten wir uns alle davon überzeugen, wie gut dieses teilweise funktioniert hat. Es wurden Hilfsgruppen ins Leben gerufen, die sich bereit erklärten, für alte Menschen und all jene, die einer Risikogruppe angehörten einzukaufen und verschiedene Besorgungen zu machen, sodass diese sich nicht dem erhöhten Infektionsrisiko beim Einkaufen und dergleichen mehr aussetzen mussten. Ähnlich selbstverständlich sollte es auch laufen, wenn jemand bemerkt, dass ein Mensch in seinem Umfeld daran ist, in eine Depression zu verfallen. Natürlich ist es auch für alle Betroffenen wichtig, sich zu öffnen. Es ist keine Schande, in einer derartigen Notsituation in finanzielle Schieflage zu geraten, das ist bei ganz vielen anderen Menschen auch der Fall. Betroffene sollten sich in jedem Fall jemandem anvertrauen und sich die Sorge von der Seele reden. Es gibt viele psychologischen Anlaufstellen, bei denen sich Betroffene telefonisch Hilfe holen können. Hier kann natürlich auch jeder anonym anrufen. Die Menschen finden zahlreiche Hilfestellungen beim Beantragen von Unterstützungen und auch dann, wenn sie einfach nur jemanden brauchen, der ihnen zuhört, finden sie hier die passende Hilfe. Niemand sollte sich in so einer Situation allein gelassen fühlen und vor allem sollte niemand einen Betroffenen mit seinen Sorgen alleine lassen. Gerade die älteren Menschen sind es, die oftmals mit der Situation überfordert sind und Ansprache brauchen. 

Professionelle Hilfe für Betroffene 

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