vonkritisch betrachtet 22.02.2021

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Kontroverse Themen fazinieren Katharina Sophie Hübener seit ihrer Jugend, von Gesellschaft über Politik bis hin zur Wirtschaft beleuchtet sie aktuelle "heiß diskutierte" Thematiken.

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Beim Klimagipfel kündigt der Klimabeauftragte der US-Regierung an, Donald Trumps Versäumnisse zu korrigieren. Demnach seien die USA stolz, erneut auf der Weltbühne präsent zu sein. John Kerry, der neue Klimabeauftragte der US-Regierung, „bedauert“ Ex-Präsident Donald Trumps Klimapolitik und verspricht beim Klimaschutz mehr Bemühungen seitens der USA. Auf einem virtuellen Klimagipfel, der von den Niederlanden organisiert wurde, teilt Kerry mit, der neue US-Präsident Joe Biden habe in seiner Regierung die Klimawandelbekämpfung zu einer Top-Priorität erklärt.

Kerry sagt, dass sie nun einen Präsidenten hätten, der die Wahrheit sage und für den die (Klima)-Frage wichtig sei. Zudem seien die USA stolz, auf der Weltbühne zurück zu sein und sie würden alles in ihrer Macht Stehende tun, ihre 4-jährige Abwesenheit auszugleichen.Die USA hatten sich unter Trump aus dem Pariser Klimaabkommen einseitig zurückgezogen. Diesen Schritt machte Biden Ende Januar 2021 als eine der ersten Amtshandlungen innerhalb weniger Stunden nach der Amtseinführung rückgängig. Ban Ki-moon, der frühere UN-Generalsekretär, heißt die Rückkehr der USA in internationale Klimaverhandlungen willkommen und würdigt den „visionären“ Führungsstil Bidens. Laut Ki-moon bedeute das, dass der Multilaterismus zurückgehrt sei, nachdem sich dieser in den letzten vier Jahren fast vor der Auflösung befand.Dabei bestehen Vorbereitungen seitens des zweitägigen Anpassungsgipfels für die Weltklimakonferenz COP 26, die in Glasgow gegen Ende des Jahres stattfindet. Bis zum Jahr 2030 soll außerdem eine Anpassungsagenda Lösungen und praktische Pläne beschließen. An diesen Beschlüssen sollen sich auch Institutionen wie die Weltbank und die freie Wirtschaft beteiligen.

20 Millionen Flüchtlinge aufgrund des Klimawandels

Auf dem Klimagipfel empfiehlt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kampf gegen die weltweite Erderwärmung mehr internationale Kooperation. Die Staaten hätten es gemeinsam in der Hand, die Klimawandelfolgen auf Umwelt, Sicherheit und Wirtschaft einzudämmen, spricht Merkel in ihrer Videobotschaft. Die Entwicklungsländer gelten von den Folgen des Klimawandels als am schwersten betroffen. Bei dem Gipfel spricht Merkel zusätzlich 220 Millionen Euro Hilfen zu, um im Kampf gegen den Klimawandel die ärmsten Länder der Welt besser zu unterstützten. Das Bundesentwicklungsministerium erbringt diese Mittel und teilweise sollen diese als Kredite ausgezahlt werden. Die zusätzliche Unterstützung bezeichnet Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) als ein „wichtiges Signal“ und verweist auch auf die Milliardenschäden, die in den vergangenen Jahren Naturkatastrophen gerade in den besonders armen Ländern angerichtet haben.

Der CSU-Politiker sagt, dass wenn die Entwicklungen so weiter laufen würden, dass die Entwicklungsländer dann vor allem die katastrophalen Folgen tragen würden. Es gebe bereits heute 20 Millionen Klimaflüchtlinge, welche die Lebensgrundlagen von zuvor verloren hätten. Gerd Müller teilt mit, dass aus dieser Anzahl nach Einschätzung der Weltbank in wenigen Jahren sogar 140 Millionen Menschen werden können. Die Organisation Brot für die Welt kritisiert Merkels finanzielle Zusagen als unzureichend. Sabine Minninger, die Brot für die Welt Klimaexpertin sagt, die Bundesregierung werde im globalen Süden dem Problem der wachsenden Klimaschäden und auch der wachsenden Anpassungskosten nicht gerecht.

Johnson gibt internationale Anpassungskoalition bekannt

Der britische Premierminister Boris Johnson appelliert für ein schnelles internationales Handeln. Es sei nicht zu leugnen, dass schon jetzt der Klimawandel auf allen laste und Wirtschaftsformen und Leben zerstöre, sagt Johnson. Außerdem verkündet er den Beginn einer internationalen Anpassungskoalition für das Klima, die sein Land Großbritannien mit Malawi, Bangladesch, Ägypten, dem Inselstaat Santa Lucia, den Vereinten Nationen und den Niederlanden eingegangen sei.Mark Rutte, der niederländische Regierungschef und Gipfel-Gastgeber teilt mit, dass die Niederlande in der Hochwasserbekämpfung seit Jahrhunderten Erfahrung gesammelt habe und er hoffe, auch an andere Staaten dieses Wissen weitergeben zu können. Zu zwei Dritteln liegen die Niederlande unter dem Meeresspiegel.

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