vonkritisch betrachtet 02.03.2021

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Kontroverse Themen fazinieren Katharina Sophie Hübener seit ihrer Jugend, von Gesellschaft über Politik bis hin zur Wirtschaft beleuchtet sie aktuelle "heiß diskutierte" Thematiken.

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Eine offene Rechnung mal eben kurzfristig begleichen oder einen Dauerauftrag noch schnell ändern – wenn jemand seine Bankgeschäfte mit Online-Banking regelt, der kann bequem von zu Hause oder von unterwegs aus seine eigenen Finanzen verwalten. Zudem muss der Nutzer die festgelegten Öffnungszeiten der Bank nicht mehr berücksichtigen. Viele Menschen sind trotzdem immer noch skeptisch – wie sicher sind Onlinebanken wirklich? In diesem Artikel erfährt der Interessent Wissenswertes über Onlinebanken und was diese heutzutage alles bieten.

Wofür werden Onlinebanken benötigt?

In den letzten Jahren hat sich die Vorgehensweise bei der Abwicklung von Bankgeschäften stark verändert. Es gibt mittlerweile neben den klassischen Filialbanken auch Onlinebanken. Hierbei ist es für den Verbraucher wichtig zu wissen, wie sicher und gut Internetbanken wirklich sind und was sie genau leisten.Deutschland zeichnete sich bis vor wenigen Jahren durch eine große Vielzahl von Filialbanken aus. Dabei erschien ein Online-Bankkonto nicht zwingend nötig. Die Verhältnisse haben sich inzwischen geändert. Es gibt in vielen Dörfern keine Bankfiliale mehr, wo Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen und vom Girokonto Geld abheben könnten. 

Zudem kommt die Tatsache hinzu, dass in das Alltagsleben inzwischen das Internet so gut integriert ist, dass selbst gegenüber der nächsten örtlichen Filialbank Internetbanken mit der sofortigen Erreichbarkeit ein zugkräftiges Argument darstellen. Damit sind Girokonten bei Onlinebanken die beste Möglichkeit in vielen Gegenden geworden, schnell und einfach Finanzgeschäfte zu erledigen. Dadurch erübrigt sich der Weg zur nächsten Filialbank. Die Kosten für Girokonten liegen außerdem häufig unter denen der Filiale der Bank. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Weil Online-Banken für die Unterhaltung von Filialen kein Geld brauchen, kann die Kostenplanung ganz anders gestaltet werden. Diese Ersparnis wird an die Kunden oftmals in Form höherer Zinsen für Festgeld- und Tagesgeldkonten, niedriger Gebühren für Girokonten und niedriger Zinsen für den Dispokredit weitergegeben. Vor allem gilt das für ein Girokonto von einer reinen Direktbank, wo keine eigene Filiale betrieben wird. 

Die Leistungen von Onlinebanken

Der Ort und die Uhrzeit, an dem sich Kunden einer Bank befinden, spielen beim Online-Banking keine Rolle. Überweisungen durchführen, den Kontostand einsehen, Daueraufträge erteilen, auch nachts ist das alles möglich. Außerdem funktioniert die Authentifizierung bei der Antragsstellung für einen Kredit oder bei der Eröffnung eines Kontos anders. Dem Wunsch zahlreicher Kunden, mehr Flexibilität zu erlangen, kommt ein umfangreiches Angebot verschiedener Anwendungen für zum Beispiel mobile Endgeräte entgegen. Viele Internetbanken unterscheiden sich gerade in diesem jungen Trend. Bei der Entscheidung für eine Internetbank müssen Kunden immer abwägen, was ihnen persönlich wichtig ist. Brauchen die Kunden die Bank nur für ein Girokonto, wollen sie auch einen Baukredit aufnehmen oder einen Sparplan abschließen? Die Vor-Ort-Beratung lohnt sich vor allem bei größeren Investitionen, was naturgemäß die Onlinebanken nicht anbieten. Bei den Direktbanken sind dafür die Konditionen im Bereich der Konten und Sparanlagen für Verbraucher oftmals wesentlich besser.

Wissenswertes über FinTech

Der Begriff FinTech macht seit Jahren auf sich aufmerksam. Dieses Kunstwort setzt sich zusammen aus den Worten „financial services“ und „technology“. Diese bezeichnet in der Finanzdienstleistungsbranche die Gesamtheit moderner Technologien. Dieses Segment haben in jüngster Zeit insbesondere Start-Ups geprägt und sie setzen die etablierte Finanzbranche mit innovativen Lösungen, die sich auf den mobilen Bereich stark fokussieren, unter Druck. Die etablierte Finanzbranche antwortet hingegen mit Anwendungen für die mobilen Endgeräte.In diesem Eifern um Kundengewinnung haben besonders Onlinebanken die Nase vorn. Mittlerweile gehören zwar bei allen Banken Banking-Apps, womit die Kunden unterwegs auf ihre Konten zugreifen können, zum Standard-Angebot, allerdings führen einige Banken die Möglichkeiten von mobilen Geräten noch weiter und verwenden zum Beispiel zur Autorisierung von Transaktionen die Fingerabdruck-Scanner. Die Überweisung von fälligen Rechnungen oder Geld erleichtern außerdem manche Anwendungen: Rechnungen werden mit der Kamera des Smartphones gescannt und daraufhin füllt das Programm einen Überweisungsträger aus. Damit fällt das lästige Abtippen von langen IBANs weg und darüber hinaus verringern sich beim Übertragen von den langen Nummern die Fehler.

Zusatzleistungen von Onlinebanken

Wenn ein Verbraucher Geld braucht und bei einer Filialbank einen Kredit beantragt, muss er bis zu einem Kreditentscheid durch die Bank häufig mehrere Tage oder gar Wochen warten. Dieser Entscheidungsprozess geht bei Onlinebanken deutlich schneller voran. Die Entscheidung der Internetbank erfolgt oftmals innerhalb weniger Minuten, mitunter sogar in 30 Sekunden, ob diese an den Antragsteller den Kredit und damit das Geld vergeben möchte. Somit wird ein Kredit im Bedarfsfall, zum Beispiel ein Auto- oder Ratenkredit, oft deutlich schneller gewährt. Die Kunden haben zudem die Option, neben dem Girokonto ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto anzulegen. Die Onlinebanken gewähren in einigen Fällen ein solches Tagesgeld- oder Festgeldkonto zum Girokonto gratis dazu.

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