vonkritisch betrachtet 28.04.2021

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Kontroverse Themen fazinieren Katharina Sophie Hübener seit ihrer Jugend, von Gesellschaft über Politik bis hin zur Wirtschaft beleuchtet sie aktuelle "heiß diskutierte" Thematiken.

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In der privaten Krankenversicherung werden für jedes Kind eigene Monatsbeiträge gezahlt. Daher gibt es im Vergleich zu der gesetzlichen Krankenversicherung keine beitragsfreie Familienversicherung. Die Prämien für Kinder sind jedoch dank besonderer Tarife eigens für Familien deutlich preiswerter als für Erwachsene.

Ob ein Kind gesetzlich oder privat versichert wird, ist abhängig vom Einkommen und von der Krankenversicherung der Eltern. Falls das Paar verheiratet ist und beide eine private Versicherung besitzen, wird das Kind ebenfalls privat versichert. Sofern beide Elternteile gesetzlich versichert sind, bekommt das Kind in der gesetzlichen Krankenkasse eine beitragsfreie Familienversicherung. Sollte ein Partner gesetzlich und der andere privat versichert sein, dann ist das Einkommen entscheidend. Wenn das Einkommen des privat versicherten Partners höher ist und sein Einkommen mehr beträgt als die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 64.350 Euro (aktueller Stand 2021), erhält das Kind auch eine private Versicherung. Sollten die Eltern nicht verheiratet sein, können diese frei entscheiden, über wen ihr Kind versichert sein soll.

Für Neugeborene ist die Aufnahme einfacher

Sollte ein neugeborenes Kind eine private Versicherung über ein Elternteil erhalten, erfolgt die Aufnahme unter vereinfachten Bedingungen. Dieses Kind muss die Versicherung ohne eine Gesundheitsprüfung aufnehmen und selbst bei einer Krankheit oder einer Behinderung darf sie keine Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge festlegen. Zudem entfällt die sonst übliche Wartezeit ohne beanspruchbare Leistungen. Hierfür ist die Voraussetzung, dass das Elternteil bei der Gesellschaft bereits mindestens drei Monate versichert ist und die private Krankenversicherung nach der Geburt innerhalb von zwei Monaten beantragt wird. Das Kind bekommt dann wie das versicherte Elternteil den gleichen Versicherungsschutz. Falls das Kind jedoch einen besseren Schutz erhalten soll, wird eine Gesundheitsprüfung notwendig.

Was spricht für eine private Krankenversicherung des Kindes?

Wenn es den Kindern nicht gut geht, leiden die besorgten Eltern mit. Allerdings gehört es zum Kindsein dazu, dass sich die Kleinen beim Spielen verletzen oder im Kindergarten anstecken. Egal, wie gut das Kind davongekommen ist oder aber wie ernst die Lage ist – das Kind sollte best- und schnellstmöglich wieder gesund werden. Bei einer privaten Krankenversicherung stehen den Versicherten zahlreiche Leistungen zu, die eine gesetzliche Krankenversicherung nicht bietet und die sich auf die Genesung der jungen Familienmitglieder positiv auswirken können. Mit der privaten Krankenversicherung können Eltern ihren Kindern mehr ermöglichen, wie eine Behandlung von einem Heilpraktiker oder die Begleitung ins Krankenhaus. Kieferorthopädische Behandlungen übernimmt die PKV auch oftmals, was bei einer gesetzlichen Krankenversicherung häufig eine kostspielige Maßnahme darstellt. Den Nachwuchs sichern Eltern mit einer privaten Krankenversicherung bestmöglich für jede Situation ab.

Die Kosten der privaten Krankenversicherung für Kinder

Eltern sind oftmals froh darüber, dass bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit besteht, die Kinder kostenfrei mitzuversichern. Vielen Eltern reichen auf der anderen Seite die Leistungen einer GKV nicht aus. Außerdem zeichnet sich eine PKV für Kinder häufig durch günstige Beiträge aus. Wenn Eltern die Kinder privat versichern, wird die medizinische Grundversorgung der Kleinen aufgewertet und ihnen wird dadurch zum Beispiel im Krankenhaus der Status Privatpatient oder zahlreiche Zahnleistungen abgesichert. Deshalb fragen sich die Eltern oft, welche Kosten für den privaten Versicherungsschutz anfallen. Hierbei kann die gute Nachricht genannt werden, dass bei einem Kind eine private Krankenversicherung bei Weitem nicht so viel kostet, wie die Eltern zunächst annehmen können. Oftmals ist eine PKV wegen des guten Preis-Leistungsverhältnisses sinnvoll.

Je nach Versicherungsgesellschaft unterscheidet sich die monatliche Prämie. Für Kosten Kind PKV kann sich ein Vergleich lohnen. Die Beitragshöhe der PKV wird durch den Tarif und die individuellen Leistungen, die die Eltern für die Kinder wählen, bestimmt. Für die Berechnung der Kosten spielen auch Gesundheitszustand und Alter des Nachwuchses bei Versicherungsbeginn eine Rolle.Hinweis: Falls die Eltern die Kinder direkt nach der Geburt privat versichern, hat bei einer bedingungsgemäßen Kindernachversicherung der Gesundheitszustand des Nachwuchses auf die Versicherungsprämie keinen Einfluss. Die Eltern können jedoch damit rechnen, dass die PKV des Kindes pro Monat 80 bis 180 Euro kosten wird. 

Lohnt sich eine PKV für Kinder?

Die Eltern sollten die Entscheidung, ob ihr Kind gesetzlich oder privat versichert werden soll, nicht nur aufgrund der Kosten entscheiden. Natürlich ist die gesetzliche Krankenversicherung allein aus finanzieller Sicht günstiger. Dort können Kinder beitragsfrei mitversichert werden – bei einer privaten Krankenversicherung für Kinder fallen hingegen Beitragszahlungen von teilweise monatlich über 100 Euro an. Für Kinder ist eine PKV dennoch sinnvoll – wegen ihrer Leistungen, die zum Teil deutlich besser sind als in der GKV. Daher sollten Eltern bei der Entscheidung GKV oder PKV sorgsam prüfen, wo die Unterschiede von einer PKV zu einer GKV sind bezüglich den Leistungen, die in den Tarifen der PKV enthalten sind. Eine PKV für Kinder zeichnet sich in der Summe oftmals durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Eine private Familienversicherung lohnt sich deshalb generell für alle Eltern, die ihr Nachwuchs mit umfassenderen Leistungen abgesichert haben und nicht auf jedes Euro achten wollen.

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