vonericbonse 10.04.2017

Lost in EUrope

Eric Bonse, EU-Korrespondent der taz in Brüssel, schreibt hier all das über Europa und seine Krise(n), was die EU gerne verdrängen würde | Bild: dpa

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Wie verändert der Brexit die EU? Geografisch scheint die Sache klar: Der Mittelpunkt der Union verlagert sich gen Osten – nach Gadheim in Franken. Aber wie sieht es politisch aus? Bleibt Berlin das Zentrum!?

Für die Bundesregierung ist das keine Frage. Gerade erst hat Bundespräsident Steinmeier die EU in seiner Antrittsrede in Straßburg vehement verteidigt – und die Brexiteers “unverantwortlich” genannt.

Auch deutsche Experten wie H. Münkler haben keine Zweifel: Die “Macht in der Mitte” wird durch den Brexit nicht erschüttert. Dass der Austritt eine Folge deutscher Politik sein könnte, kommt ihm nicht in den Sinn.

Ganz anders sieht das bei unseren Nachbarn aus. Sie (ver-)zweifeln immer offener an Deutschland und der deutschen Europapolitik. Und sie erwarten, dass die Karten neu gemischt werden.

“Abgrundtief unnatürlich”

“Was so natürlich ist für Deutschland, ist abgrundtief unnatürlich für uns”, zitiert die “FAZ” einen nicht näher bezeichneten prominenten Briten auf der Königswinter-Konferenz zum Thema Brexit.

Auch aus Frankreich kommt Kritik. Im Präsidentschafts-Wahlkampf sind alle Kandidaten – bis auf einen – für ein Ende des “deutschen Europa”; die Linke fordert sogar einen “Plan B”.

Deutschland sei “so stark, aber auch so einsam”, heißt es in einer aktuellen Analyse. Die Regierung in Berlin habe es sich nicht nur mit Paris, sondern auch mit Washington und Osteuropa verscherzt.

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